Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2011
Knapp 10.000 neue Arbeitsplätze im Sozialwesen in der Metropole Ruhr
In den letzten vier Jahren erzielt das Sozialwesen in der Metropole Ruhr die höchsten Beschäftigungsgewinne. Rund um die soziale Betreuung älterer und behinderter Menschen (ohne Heimbetreuung) sowie die Tagesbetreuung von Kindern arbeiten insgesamt rd. 9.600 Beschäftigte mehr als vier Jahre zuvor.
Die relativen Zuwächse dieser Branche liegen in der Metropole Ruhr mit einem Plus von 25,6 % etwas über denen im übrigen NRW mit 24,8 %. Die Beschäftigungsgewinne in dieser Branche entfallen in der Metropolregion zu rd. 82 % auf Frauen und entsprechend nur zu 18 % auf Männer. Betrachtet man die Stellenzuwächse in diesem Bereich nach der Qualifikation der Beschäftigten, so haben 53,6 % der Neueinstellungen im Sozialwesen eine abgeschlossene Berufsausbildung mit einem mittleren Schulabschluss, 9,2 % besitzen einen Berufsabschluss mit Abitur, 2,9 % sind im Besitz der allgemeine Hochschulreife und weitere 7,7 % verfügen über einen Fachhoch- bzw. Hochschulabschluss.
Innerhalb der Metropolregion entwickelt sich das Sozialwesen regional sehr unterschiedlich. Die mit Abstand höchste Zuwachsrate erzielt Bottrop mit 187,2 %, gefolgt vom Kreis Recklinghausen mit 45,5 %, Essen mit 37,7 und Dortmund mit 34,9 %. Am niedrigsten fällt die Steigerungsrate mit 0,7% in Oberhausen aus. In Bochum liegt sie bei 10,0 %, im Kreis Wesel bei 13,5 % und in Duisburg bei 13,8 %.
Zu den weiteren Gewinnerbranchen in der Metropolregion zählen der Einzelhandel, das Gesundheitswesen, der Bereich Erziehung und Unterricht, die Unternehmensberatung, der Maschinenbau, sowie der Bereich der Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen. Vom Maschinenbau und der Unternehmensberatung abgesehen, können die Frauen deutlich stärker von den Beschäftigungszuwächsen der sieben Gewinnerbranchen profitieren als ihre männlichen Kollegen. Insgesamt summieren sich die Beschäftigungsgewinne in diesen Branchen auf rd. 45.900 Stellen. Diese entfallen zu 65 % auf die Frauen und entsprechend zu nur 35 % auf die männlichen Kollegen.
Die Verliererseite wird vom Bergbau, der Metallbranche sowie der Energieversorgung angeführt. Auch die Logistikbranche, die Autoproduktion sowie die Architektur- und Ingenieurbüros verzeichnen Beschäftigungsrückgänge. Vom Stellenabbau in den 7 Verliererbranchen sind die Männer im wesentlich stärkeren Ausmaß betroffen als die Frauen. Unter dem Strich werden in diesen Branchen rd. 19.700 Stellen abgebaut. Dieser Rückgang trifft die Männer zu 93 % und die Frauen entsprechend nur zu 7 %.
Im Zeitraum von 2008 bis 2011 nimmt die Zahl der Beschäftigten in der Metropole Ruhr um rd. 41.500 Personen zu. Damit liegt die Steigerungsrate in der Metropolregion mit 2,7 % nur knapp unter der im übrigen NRW mit 2,9 %. Die Steigerungsrate der weiblichen Beschäftigten liegt in der Metropolregion mit 5,3 % deutlich über der der Männer mit 0,7 %.
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