Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2010

Über 10.000 neue Arbeitsplätze im Bildungswesen in der Metropole Ruhr

In den letzten beiden Jahren erzielt die Branche Erziehung und Unterricht in der Metropole Ruhr die mit Abstand höchsten Beschäftigungszuwächse. Die Kindergärten und Vorklassen, die Schulen sowie die Universitäten der Metropolregion beschäftigten im Juni 2010 zusammen 10.355 Personen mehr als zwei Jahre zuvor.

Quelle: Regionalverband Ruhr, Team 3-1, 2011

Die Beschäftigungsgewinne entfallen zu 61,3 % auf die Frauen und entsprechend nur zu 38,7 % auf die Männer. Die relativen Zuwächse dieser Branche liegen in der Metropole Ruhr mit einem Plus von 18,7 % deutlich über denen im übrigen NRW mit 13,6 %.

Innerhalb der Metropolregion entwickelt sich die Branche regional sehr unterschiedlich. Am besten schneidet sie in Essen mit einer Zuwachsrate von 52,6 % ab, gefolgt von Herne mit 23,5 %, Mülheim mit 23,3 % sowie dem Ennepe-Ruhr-Kreis mit 21,7 %. Nur in Bottrop wird in dieser Branche ein Stellenrückgang von 17,3 % registriert. Die niedrigsten Zuwachsraten verzeichnen Gelsenkirchen mit 1,1 %, der Kreis Unna mit 3,3 % sowie Hamm mit 5,6 %.

Zu den weiteren Gewinnerbranchen in der Metropolregion zählen das Sozial- und Gesundheitswesen, die Heime und der Maschinenbau. Vom Maschinenbau abgesehen, können die Frauen deutlich stärker von den Beschäftigungszuwächsen der zehn Gewinnerbranchen profitieren als ihre männlichen Kollegen. Insgesamt summieren sich die Beschäftigungsgewinne in diesen Branchen auf rd. 36.700 Stellen. Diese entfallen zu 65 % auf die Frauen und entsprechend zu nur 35 % auf die männlichen Kollegen.

Die Verliererseite wird vom Bergbau, der Metallverarbeitung sowie der Energieversorgung angeführt. Auch der Handel, die Zeitarbeitsfirmen, das Grundstücks- und Wohnungswesen, die Informations- und Kommunikationsdienstleiter sowie die Logistikbranche verzeichnen Beschäftigungsrückgänge. Vom Stellenabbau in den 10 Verliererbranchen sind die Männer im wesentlich stärkeren Ausmaß betroffen als die Frauen. Unter dem Strich werden in diesen Branchen rd. 23.700 Stellen abgebaut. Dieser Rückgang trifft die Männer zu 88,3 % und die Frauen entsprechend nur zu 11,7 %.

Im Zeitraum von 2008 bis 2010 ist die Beschäftigtenzahl in der Metropolregion insgesamt mit 0,8 % etwas stärker angestiegen als im übrigen NRW mit 0,2 %. Während sich die Zahl der männlichen Beschäftigten in den letzten beiden Jahren in der Metropole Ruhr um 1 % verringert, steigt die der weiblichen um 3,2 %. Im übrigen NRW fallen die entsprechenden Werte mit -1,7 % bei den Männern und mit +2,7 % bei den Frauen etwas schlechter aus.

Tabellen zu den Beschäftigten in den Städten und Kreisen des Ruhrgebietes, dem Ruhrgebiet insgesamt und NRW für die Jahre 2008 und 2010 finden Sie oben rechts im Downloadbereich.

 

 

 

 

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