Regionalverband Ruhr ist Träger des Emscher Landschaftsparks

Der Emscher Landschaftspark ist ein regionales Kooperationsprojekt des Ruhrgebiets. Seit über 20 Jahren arbeiten 20 Städte der Metropole Ruhr, zwei Landkreise, die Bezirksregierungen, das Land NRW, die Emschergenossenschaft und der Regionalverband Ruhr (RVR) an seiner Entwicklung. Das hat zu einer neuen Lebens- und Wohnqualität im mittleren Ruhrgebiet geführt. Parks und Freizeitangebote auf alten Industrieflächen, Halden und Landmarkenkunst stärken die weichen Standortfaktoren.

Nachhaltiges regionales Pflegemanagement und grüne Infrastruktur in der Mitte der Metropole Ruhr

Nordsternpark in Gelsenkirchen. Foto: RVR/Ziese

Im Dezember 2016 hat die RVR-Verbandsversammlung der Verlängerung des Trägerschaftsvertrages mit dem Land NRW zugestimmt. Land und RVR verpflichten sich damit, die 15 regional bedeutsamen Standorte im Emscher Landschaftspark für weitere zehn Jahre zu sichern und zu pflegen.

Dafür sieht das Land wie bisher Ausgleichsmittel in Höhe von 2,5 Millionen Euro pro Jahr vor. Im Gegenzug verpflichten sich die Standorte, denselben Betrag in Eigenleistung zu erbringen. Der RVR betreut die verbandseigenen Areale, leitet die Zahlungen des Landes an die externen Standorte weiter und sorgt gemeinsam mit den Partnern dafür, dass die vereinbarten Qualitätsstandards eingehalten werden.

Der RVR hatte die Trägerschaft für den Emscher Landschaftspark erstmalig anlässlich der Neufassung des RVR-Gesetzes 2004 übernommen und verantwortet seitdem die Aufgabenfelder Konzeption, Moderation und Koordination, Pflege, Öffentlichkeitsarbeit und weitere Projekte.

Verbandseigene Standorte sind:


Gehölzgarten Ripshorst in Oberhausen 
Gleispark Frintrop in Essen
Halden Schurenbach und Eickwinkel (Essen)
Rheinelbe (Gelsenkirchen)
Hoheward (Herten/Recklinghausen)
Großes Holz (Bergkamen)
Tetraederhalde (Bottrop)

Der Regionalverband Ruhr (RVR) unterhält zwei Pflegestationen für den Emscher Landschaftspark:

Das Informationszentrum Haus Ripshorst ist Parkstation für den westlichen Teil und hat seine Arbeit schon 1999 aufgenommen. Die Forststation Emscherbruch in Gelsenkirchen ist seit 2007 im mittleren Bereich des Emscher Landschaftsparks für die Freiflächenpflege verantwortlich.

Neben der Pflege und Unterhaltung RVR-eigener Flächen und Objekte haben die Parkstationen Wächter- und Beobachtungsfunktion für alle Flächen des Emscher Landschaftsparks und sind Schnittstelle und Kommunikationsort für Partner und Bürger.

Mit den Leitlinien Emscher Landschaftspark 2020+ wurde die Programmatik für den Emscher Landschaftspark auf Grundlage des Masterplans Emscher Landschaftspark 2010 weiterentwickelt. Der vorliegende Text ist 2013 im Regionalen Dialog mit den Interkommunalen Arbeitskreisen Emscher Landschaftspark und in Einzelgesprächen mit den Kommunen abgestimmt worden und in vielen Kommunalräten beschlossen worden.

Der Regionalverband Ruhr hat die Leitlinien Emscher Landschaftspark am 4. April 2014 in der Verbandsversammlung beschlossen (Beschlussvorlage 12/1050).

Die Leitlinien sind Grundlage für die planerische Weiterentwicklung des Emscher Landschaftsparks, gesamtregional im Freiraumnetz der Metropole Ruhr und lokal in Einzelprojekten der Kommunen oder des Regionalverband Ruhr.

Die Projekte und Projektvorschläge für den Emscher Landschaftspark (ELP) sind in der ELP-Datenbank zusammengefasst. Gegliedert nach Themen (sog. Projektfamilien) wie Ökologie, Stadtentwicklung, Industriekultur und Parkinfrastruktur, können die Vorhaben weiterhin nach Städten und Grünzügen recherchiert werden. Angaben zu den jeweiligen Projektträgern zusammen mit Luftbildern und Karten vom Standort des Projektes sind ebenfalls enthalten.

Hier geht's zur Projektdatenbank Emscher Landschaftspark

Kontakt & Infos

Regionalverband Ruhr
Referat Regionalparks/Emscher Landschaftspark/Freiraumsicherung
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-687
Telefax: +49 (0) 201 / 2069-520

Ausblick

Der Emscher Landschaftspark wird als Kooperationsprojekt wichtiger Bestandteil der Internationalen Gartenausstellung IGA 2027 im Ruhrgebiet. Dann wird sich die Metropole Ruhr als moderne, lebenswerte Region präsentieren.

Bilanz

Seit 1997 hat der RVR zusammen mit seinen Partnern EU, Land NRW und Kommunen rund 250 "grüne" Infrastrukturmaßnahmen mit einem Volumen von über 400 Millionen Euro realisiert. Entstanden sind nicht nur Rad- und Wanderwege wie die Erzbahntrasse von Bochum nach Gelsenkirchen. Dazu gehören auch Parks und Grünverbindungen überall in der Region und die zahlreichen Halden, die zu Landmarken ausgebaut wurden, wie die Bottroper Halde mit dem Tetraeder und die Halde Hoheward mit dem Horizontobservatorium und der überdimensionalen Sonnenuhr.

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