Europäischer Preis für Brücke über den Rhein-Herne-Kanal

Geadelt wurde die Rad- und Fußgängerbrücke über den Rhein-Herne-Kanal am Hafen Grimberg in Gelsenkirchen: Die Stahlkonstruktion, die der Regionalverband Ruhr erst im letzten Sommer eröffnet hatte, wurde mit dem European Steel Bridges Award 2010 ausgezeichnet.

Bild:In weitem Schwung spannt sich die "Grimberger Sichel" über den Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen. Foto: RVR/Malinowski
In weitem Schwung spannt sich die "Grimberger Sichel" über den Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen. Foto: RVR/Malinowski

Preisverleihung in Istanbul

Der Preis der Europäischen Konvention für Stahlbau wurde am 22. September in Istanbul an den Regionalverband Ruhr als Bauherrn, das Ingenieurbüro Schlaich Bergermann und Partner aus Stuttgart, das IHT Bochum und Stahlbau Raulf aus Duisburg vergeben. Der Europäische Preis wird jährlich verliehen und ist nicht dotiert. Er würdigt herausragende Stahl-Brückenkonstruktionen in Europa. Für den diesjährigen Preis waren 37 Brücken in drei Kategorien nominiert worden.

Stahlpylon trägt Hängekonstruktion

Die Brücke über den Rhein-Herne-Kanal verbindet die Erholungsgebiete nördlich und südlich des Kanals und schafft als Verlängerung der Erzbahntrasse Anschluss an den Emscher Park Radweg. Architektonisch punktet sie durch die asymmetrische Stahlkonstruktion, die nur von einem 48 Meter hohen Stahlpylon getragen wird. 400 Tonnen Stahl, 600 Kubikmeter Beton und 465 Meter Seil wurden für die Hängekonstruktion verbaut. Die Baukosten beliefen sich auf rund drei Millionen Euro.

Namenswettbewerb

Der Name für das Bauwerk wurde bei einem Bürgerwettbewerb gefunden, zu dem die Stadt Gelsenkirchen und der Regionalverband Ruhr aufgerufen hatten. Die Jury mit RVR-Bereichsleiter Ulrich Carow und Stadtdirektor Michael von der Mühlen entschied sich für die Bezeichnung "Grimberger Sichel". Auf diesen Namen wurde die Brücke über dem Rhein-Herne-Kanal jetzt offiziell getauft. Sie verbindet die Erholungsgebiete nördlich und südlich des Kanals und schafft als Verlängerung der Erzbahntrasse Anschluss an den Emscher Park Radweg.

RVR-Bereichsleiter Ulrich Carow (4.v.r) und der Gelsenkirchener Baudezernent Michael von der Mühlen (links im Bild) überreichen den Gewinnern des BILD-Namenswettbewerbs eine Zoom-Eintrittskarte und die RVR-Fahrradkarte „Route der Industriekultur per Rad“. Foto: Stadt Gelsenkirchen
RVR-Bereichsleiter Ulrich Carow (4.v.r) und der Gelsenkirchener Baudezernent Michael von der Mühlen (links im Bild) überreichen Gewinnern des BILD-Namenswettbewerbs eine Zoom-Eintrittskarte und die RVR-Fahrradkarte „Route der Industriekultur per Rad“. Foto: Stadt Gelsenkirchen

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