Kunst, Picknicks und blühende Experimentierfelder
Vorhang auf für den Emscher Landschaftspark im Kulturhauptstadt-Jahr: Der Regionalverband Ruhr, größter Gesellschafter der RUHR.2010 GmbH, beteiligt sich auch direkt an drei zentralen Projekten in dem regionalen Park der Metropole Ruhr.

- Blick über die Emscherinsel. Foto: RVR
Emscher-Insel wird zum Kunstpark
Eines der größten Kunstprojekte der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 beginnt am 29. Mai. Dann verwandelt sich die Emscher-Insel zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal für 100 Tage zu einem öffentlichen Kunst- und Skulpturenpark. 40 internationale Künstler erschaffen 20 Werke unterschiedlichster Art, die es auf der 34 Kilometer langen Insel zwischen Castrop-Rauxel und Oberhausen zu Fuß oder auf dem Rad zu entdecken gilt.
Die "Emscherkunst 2010" zeigt u.a. versunkene Gärten in einem ehemaligen Klärbecken in Bottrop-Ebel, ein Wandmosaik auf einem alten Faulturm in Herne und ein Kasperletheater auf Reisen. Kurator der Schau ist Professor Florian Matzner, München.
Neben dem RVR gehören das Land NRW und die Emschergenossenschaft zu den Projektpartnern. Als Biennale soll die "Emscherkunst 2010" in den folgenden Jahren das Neue Emschertal künstlerisch inszenieren.
Picknick auf der Halde
"Unter freiem Himmel" findet auch das neue Veranstaltungsprogramm des Regionalverbandes im und für den Emscher Landschaftspark statt, das im Kulturhauptstadt-Jahr Premiere hat. Um den regionalen Park mit seinen Grünzügen bekannter zu machen, lädt der RVR die Menschen der Metropole Ruhr ein, ihre Picknick-Decken auf der grünen Wiese oder dem Plateau der Halden aufzuschlagen. Von Mitte Mai bis Anfang Oktober darf gewählt werden zwischen Kunst-, Erlebnis- und Sunset-Picknicks.
Rechtzeitig zum Beginn des Veranstaltungsprogramms im Sommer 2010 werden 30 spektakuläre Orte im Emscher Landschaftspark, wie der Bochumer Westpark oder der Landschaftspark Duisburg-Nord, die großen Halden mit ihren Landmarken und Standorte der Industrienatur neu ausgeschildert. Wer nicht auf eigene Faust den Park erkunden will, der kann an geführten Rad- und Wandertouren teilnehmen.
Zentrale Anlaufstelle und Informationszentrum für den Emscher Landschaftspark bleibt das Haus Ripshorst in Oberhausen - es bekommt aber eine ganz neue Inneneinrichtung. Die bisherige Ausstellung wird komplett überarbeitet. Mit Hilfe moderner, interaktiver Medien kann der Besucher künftig eine virtuelle Tour durch den Emscher Landschaftspark unternehmen, bevor er zu seiner realen Entdeckungs-Tour aufbricht. Das "neue" Haus Ripshorst wird Ende März feierlich eröffnet.
"Zwei Berge - eine Kulturlandschaft"
Den Mechtenberg an der Stadtgrenze von Essen, Gelsenkirchen und Bochum macht der RVR im Kulturhauptstadt-Jahr zum "Experiemtierfeld". Denn Schönes und Nützliches verbinden, Symbiosen schaffen und Kunst auf die Felder bringen, das sind die Ziele des Projekts "Zwei Berge - eine Kulturlandschaft".
Die Gestaltung der Flächen hat bereits nach der Herbstaussaat 2008 begonnen. Auf den Feldern entwickeln sich nach und nach Farbachsen, die von Jahr zu Jahr variieren, damit der Betrachter in 2010 über präzise Farbachsen im wogenden Meer der Blüten und Ähren staunen kann. Das Experiment Mechtenberg wagt der RVR u.a. zusammen mit der RUHR.2010 GmbH und dem Schweizer Landschaftsarchitekt Paolo Bürgi. Als "Ausguck" auf die Land-Kultur eignen sich besonders die Himmelstreppe auf der Halde Rheinelbe und der Bismarckturm auf dem Mechternberg. Ende Oktober endet das Projekt mit einer Vogelscheuchenparade.
Zwei Berge - eine Kulturlandschaft ist ein Projekt zur Kulturhauptstadt 2010.
Kooperationspartner sind RVR und der Landesbetrieb Wald und Holz.
Der Entwurf des Landschaftsarchitekten Bürgi entstand nach der Idee von Prof. Dr. Udo Weilacher (Kurator).
Ausführung: Bauer Budde
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