Regionales Pflegemanagement
Der Regionalverband Ruhr hat die Entwicklung des Emscher Landschaftsparks an vielen Stellen tatkräftig unterstützt. Bislang hat der Verband Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von jährlich ca. 10 Millionen Euro umgesetzt. Mit dem Gesetz zum Regionalverband Ruhr übernimmt der RVR die „Trägerschaften, Fortführung und Weiterentwicklung des Emscher Landschaftsparks und der Route der Industriekultur“.
Drei neue Pflegestationen
Erster Schritt ist die Einrichtung von drei Pflegestationen im Emscher Landschaftspark. Das Haus Ripshorst ist Parkstation für den westlichen Teil und hat seine Arbeit schon 1999 aufgenommen. Die Station „Emscherbruch“ in Gelsenkirchen ist seit 2007 im mittleren Bereich des Emscher Landschaftsparks für die Freiflächenpflege verantwortlich. Die dritte Parkstation wird voraussichtlich ab 2010 im Umweltzentrum Westfalen in Bergkamen eröffnet.
Neben der Pflege und Unterhaltung RVR-eigener Flächen und Objekte haben die Parkstationen Wächter- und Beobachtungsfunktion für alle Flächen des Emscher Landschaftsparks und sind Schnittstelle und Kommunikationsort für Partner und Bürger.
Exponierte Standorte
Der zweite Schritt zur Umsetzung der Trägerschaft ist das regionale Parkpflegemanagement. Mit finanziellen Ausgleichsregelungen unterstützt das Land NRW – unter der federführenden Bearbeitung des RVR - bis 2016 vierzehn exponierte Standorte und den Emscher Park Radweg, um die Qualität der Parkanlagen und Grünflächen dauerhaft zu optimieren, zu sichern und als repräsentative Orte überregional und international für den Tourismus zu entwickeln.
Die Standorte sind auf das ganze Ruhrgebiet verteilt und heben sich durch ihre Eigenart und Individualität besonders hervor: aufwendig gestaltete Grünflächen auf ehemals industriell stark genutzten Flächen (Nordsternpark, Westpark, Mont-Cenis etc.), Landmarken bzw. besondere Kunstobjekte auf eher extensiv entwickelten Flächen (Tetraeder, Bramme, Horizontalastronomie etc.) oder aber Freiflächen in und um Industriedenkmäler (Landschaftspark Duisburg-Nord, Zollvereinpark, Kokerei Hansa).
Ziele
Ziel ist es, bis 2016 die Qualität dieser Standorte und des Emscher Park Radwegs dauerhaft zu optimieren und zu sichern und zu einer industrialisierten Kulturlandschaft zu entwickeln.
Die Qualitätssicherung und Pflege der 15 exponierten Standorte im Emscher Landschaftspark unterstützt das Land NRW über einen Zeitraum von 10 Jahren (2006 bis 2016) zu 50 Prozent mit 2,5 Millionen Euro jährlich.
Der Regionalverband übernimmt die Qualitätsüberwachung und verwaltet die finanziellen Mittel.





