Verhalten im Wald

Falsches Ver­hal­ten im Wald verursacht Beeinträchtigungen der Natur und Ärger mit an­de­ren Wald­be­su­chern und Wald­be­woh­nern. Durch Be­ach­tung ei­ni­ger Hin­wei­se las­sen sich viele Kon­flik­te ver­mei­den. 

Bedeutende Waldgebiete

Die Haard - Kreis Recklinghausen
Die Hohe Mark - Dorsten/Haltern
Üfter Mark - Kreis RE/ Kreis WES
   Kirchheller Heide - Bottrop
Baerler Busch - Duisburg
Schlosswald - Herten
Beerenbruch - Castrop-Rauxel

Castroper Holz - Castrop-Rauxel
Emscherbruch - Herten
Grutholz & Nierholz - Herne
Stadtwald - Witten
Eilper Berg - Hagen
Krägeloher Berg - Breckerfeld
Beversee - Bergkamen

Kirchheller Heide in Bottrop

Bild: Winterlandschaft in der Kirchheller Heide
Winterlandschaft in der Kirchheller Heide bei Bottrop. Foto: RVR Ruhr Grün

Das Waldgebiet Kirchheller Heide grenzt südlich an Oberhausen und Bottrop. Es umfasst auch den Fernewald, den Grafenwald und den Köllnischen Wald. Geologisch erstreckt es sich über die Niederrheinischen Sandplatten zwischen Lippetal im Norden und Emschertal im Süden. Die grundwassernahen Wälder werden von Spechtbach, Rotbach und Schwarzbach durchflossen. Die Bachsysteme zeichnen sich durch eine natürliche Auenvegetation aus. Staueinwirkungen des hoch anstehenden Grundwassers führen vor allem in Muldenlagen zu Versumpfung und Moorbildung und später zu einer typischen Waldvegetation mit einem hohen Anteil an Erlen. Entfernt von den Bachläufen finden sich trockenere Standorte. Die Landschaft in der Kirchheller Heide ist heute in vielen Bereichen insbesondere durch die Auswirkungen der Bergsenkungen einem Wandel unterlegen.

Bild Heidefläche
Heidefläche im Naturschutzgebiet Kletterpoth. Foto: RVR Ruhr Grün

Aufforstung der Heideflächen zeigt Erfolg

Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts waren größere Bereiche versumpft und verheidet. Dies war Folge einer Jahrhunderte langen Übernutzung durch zu große Holzentnahme und weidendes Vieh. Im Laufe der Jahre verarmten die Böden, die Wälder wurden immer lichter und verwandelten sich zu offenen Landschaften, in der die Heide sich ausbreiten konnte. In den Mooren wurde Torf gestochen und als Brennmaterial genutzt. Ende des 19. Jahrhunderts verlor die Heidefläche ihre wirtschaftliche Bedeutung.

Man begann die Moore zu entwässern, sie mit dem Dampfflug tief zu pflügen und in Grün- und Ackerland umzuwandeln. Große Heideflächen wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgeforstet. Dabei kam vor allem die Pionierbaumart Kiefer zum Einsatz, die heute noch das Bild in den älteren Waldbeständen prägt. Von der Heidelandschaft ist heute nicht mehr viel zu sehen. Reste finden sich im Schutzgebiet Kletterpoth, wo man noch heute das Wollgras, Torfmoose, Glockenheide und den Sonnentau antrifft. Hier konnten auch seltene Tierarten wie der Moorfrosch und die Kreuzotter überleben.  

Bild: Der Heidhof
Der Heidhof. Foto: RVR Ruhr Grün

Aktiver Naturschutz durch naturnahe Laubwälder

Seit 1974 sind die ersten Waldflächen der Kirchheller Heide im Besitz des RVR, der die Kirchheller Heide naturnah weiterentwickelt. Im Rahmen der naturgemäßen Forstwirtschaft werden die Anteile naturnaher Laubwälder erhöht und die für den Natur- und Artenschutz bedeutsamen Sonderbiotope erhalten. Mittlerweile sind zwei Drittel der Kirchheller Heide mit Laubwald bestanden, darunter viele Buchen-, Eichen-, Erlen und Birkenwälder.

Im Fernewald und Köllnischem Wald konnten sich auch wertvolle alte Laubwälder erhalten. Durch Auskiesung entstanden neue Wasserflächen wie der Heidesee. Heute sind große Teile der Kirchheller Heide aufgrund ihrer hohen Bedeutung für den Naturschutz als Schutzgebiete ausgewiesen. 

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Kontakt & Infos

RVR Ruhr Grün
Forststützpunkt Els
Revierleiter
Werner Meemken
Zum Heidhof 25
46244 Bottrop-Kirchhellen
Telefon: +49 (0)2045.4056-10
Telefax: +49 (0)2045.4056-11

Lage in der Metropole Ruhr

Infos für Besucher

Der RVR will die Kirchheller Heide für die Menschen öffnen und erlebbar machen. Zu diesem Zweck wurde ein umfangreiches Netz von Rad-, Wander- und Reitwegen aufgebaut. 

Besuchen Sie den Heidhof mit dem Waldkompetenzzentrum. Dort wird Ihnen eine Ausstellung zum Thema Wald, ein großer Waldspielplatz, Grillmöglichkeiten (nur nach Anmeldung), ein Kiosk und manches mehr geboten.