Verhalten im Wald

Falsches Ver­hal­ten im Wald verursacht Beeinträchtigungen der Natur und Ärger mit an­de­ren Wald­be­su­chern und Wald­be­woh­nern. Durch Be­ach­tung ei­ni­ger Hin­wei­se las­sen sich viele Kon­flik­te ver­mei­den. 

Wald im Ballungsraum

Ge­ra­de in einem Bal­lungs­raum wie dem Ruhr­ge­biet bie­ten Wald­flä­chen für die Men­schen Na­tur­er­leb­nis­se, Er­ho­lungs-​ und Sport­mög­lich­kei­ten. Dar­über hin­aus ist Wald Le­bens­raum und Rück­zugs­ge­biet für viele Tier- und Pflan­zen­ar­ten, schützt den Boden vor Ero­si­on, spei­chert Was­ser, fil­tert die Luft, pro­du­ziert Sau­er­stoff, wirkt aus­glei­chend auf unser Klima und stellt den nach­wach­sen­den Roh­stoff Holz zur Ver­fü­gung.  

Bild: Waldsee
"An den Teichen" im Waldgebiet Buchenholz im Forstbetriebsbezirk Süd. Foto: RVR Ruhr Grün

Ankauf schützt Freiflächen

Der Regionalverband Ruhr und seine gesetzlichen Vorgänger haben die strategische Bedeutung von Freiflächen als weiche Standortfaktoren vor über dreißig Jahren erkannt und mit dem Ankauf von Freiflächen begonnen. Als Dienstleister betreut RVR Ruhr Grün seit mehreren Jahren die Waldflächen des Ennepe-Ruhr-Kreises, der Stadt Witten und der Gemeinde Bönen.

Natur- und Artenschutz

Der RVR beteiligt sich intensiv an Erstaufforstungen im Revier. Allein im Kreis Unna und im Bereich der Stadt Hamm wurden in den letzten zehn Jahren rund sechzig Hektar Wald neu angelegt. RVR Ruhr Grün bewirtschaftet die Wälder kleinflächig, legt Waldränder an, belässt Totholz und wählt Baumarten standortgerecht aus. Darüber hinaus führt der Eigenbetrieb Vogel- und Ameisenschutzprojekte durch, legt Winterquartiere für Fledermäuse an und verzichtet auf Pestizide sowie gentechnisch veränderte Pflanzen. All dies sind wertvolle Beiträge für den Natur- und Artenschutz.  

Stabiler Mischwald

Im naturnahen Waldbau wird eine standortgerechte Baumartenzusammensetzung angestrebt. Es werden deshalb die Ansprüche der einzelnen Baumarten an den Boden, die Nährstoffverhältnisse, der Wasserhaushalt und das Klima in besonderem Maße berücksichtigt und die Verjüngung und Waldpflege daran angepasst. Durchforstungs-und Erntemaßnahmen erfolgen als einzelstammweise Nutzung. Dies führt zu kleinflächig und mosaikartig strukturierten Waldbeständen, die eine höhere Resistenz gegenüber Stürmen und Insektenplagen aufweisen. Anfang 2007 richtete der Orkan Kyrill erhebliche Schäden in den RVR-Wäldern an. Neunzig Prozent des Sturmholzes waren Nadelbäume. Das Konzept der Wiederbewaldung lässt einen stabileren und naturnahen Mischwald entstehen, Nadelholz wird zugunsten von Laubholz reduziert.  

Erholungsinfrastruktur und Bürgerinformation

Zu den Aufgaben von RVR Ruhr Grün gehören auch Ausbau und Instandhaltung von Erholungseinrichtungen wie Rad-, Wander- und Reitwegen, Spielplätzen, Schutzhütten, Bänken, Wegweisern und Informationstafeln. RVR Ruhr Grün betreibt umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung durch zahlreiche Exkursionen, Führungen und Veranstaltungen in der Natur und an seinen Forststützpunkten.  

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Kontakt & Infos

RVR Ruhr Grün
Ulrike Dick
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-718
Telefax: +49 (0) 201 / 2069-745

Holz

Der RVR Ruhr Grün erntet und vermarktet nachhaltig 45.000 bis 50.000 Kubikmeter Holz pro Jahr. Abnehmer des Rohholzes sind die Säge- und Möbelindustrie.
Infos Holzvermarktung