Interkultur Ruhr - 200.000 Euro für kulturelle Flüchtlingsprojekte

Im Jahr 2016 förderte der Regionalverband Ruhr (RVR) 45 Projekte aus seinem neuen Förderfonds Interkultur Ruhr mit insgesamt 200.000 Euro. Unterstützt wurden Institutionen, Vereine, Initiativen und freie Akteure in der Metropole Ruhr, die sich in kulturellen und künstlerischen Vorhaben mit der aktuellen Zuwanderung auseinandersetzen.

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Bild: Topf mit Geldscheinen. Foto: Fotolia/Balzer

Konkrete Beiträge für ein Klima der Offenheit

Ziel des Förderfonds ist es, ein Klima der Offenheit in der Metropole Ruhr zu schaffen und konkrete Beiträge dazu sichtbar zu machen. Gefördert wurden insbesondere jene kulturellen bzw. künstlerischen Initiativen, die durch künstlerische und soziokulturelle Arbeit mit interkulturellem Ansatz Teilhabe und Partizipation ermöglichen. Insgesamt standen 200.000 Euro zur Verfügung. Bewertet wurden die Anträge vom RVR-Referat Kultur und Sport.

Es wurden insgesamt 70 Förderanträge eingereicht, von denen 45 Förderungen bewilligt wurden.

Die mit 12.000 Euro größte finanzielle Unterstützung erhielt der Verein Internationales Jugendtanztheater Duisburg. Sein "Community Tanz Projekt" arbeitet mit 200 Tänzern aus 50 Ländern. Das Stück erzählt von Reisen junger Menschen und ihrem Ankommen in einer für sie fremden Welt.

Eine Förderung in Höhe von jeweils 8.000 Euro wurde für ein Bildungsprojekt des Vereins Tausche Bildung für Wohnen in Duisburg sowie für die "Afrika-Tage" des Essener Katakomben-Theaters beschlossen. Ebenfalls eine Unterstützung in Höhe von 8.000 Euro erhielten das Schauspiel Dortmund für die arabische Übertitelung zentraler Inszenierungen sowie das kainkollektiv für das Vorhaben "Fin de Mission".

Aber auch kleine Projekte verdienen eine Förderung. So erhielten z.B. der Förderverein Feldsieper Schule für seine Projektwoche mit dem Circus Lollipop sowie die LAG Kunst und Medien NRW mit ihrem Projekt "Auf der Suche nach dem verschwundenen Kinderland" Mittel aus dem Förderfonds Interkultur Ruhr.

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Vollständige Liste der Projekte, die eine Förderung erhalten haben

Aktuelles

Aufgrund der großen Nachfrage ist der Förderfonds Interkultur Ruhr bereits ausgeschöpft – wir bitten Sie daher, derzeit keine Anträge einzureichen. Der RVR plant für das kommende Jahr eine Neuauflage des Förderfonds mit überarbeiteten Förderkriterien.

Kontakt & Infos

Regionalverband Ruhr
Referat Kultur & Sport
Leiter Jürgen Fischer
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-348
Telefax: +49 (0) 201 / 2069-500
Projektkoordination
Jola Kozok
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-358
Telefax: +49 (0) 201 / 2069-500
Administration
Yvonne Giebel
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-383
Telefax: +49 (0) 201 / 2069-500

Metropole der Vielfalt gemeinsam ausbauen

Die gemeinsame Initiative von Regionalverband Ruhr (RVR) und NRW-Kulturministerium hat das Ziel, das Selbstverständnis der Region als "Metropole der Vielfalt" nachhaltig zu stärken und die Akteure vor Ort zu gemeinsamen Projekten einzuladen. Mit zweijährigen Programmzyklen soll ein regionaler Rahmen für die künstlerisch-kulturelle Auseinandersetzung mit der neuen urbanen Diversität in den Städten des Ruhrgebiets geschaffen werden.

Neues vom Förderfonds 2017

Durch den Förderfonds Interkultur Ruhr wurden und werden auch 2017 wieder über 40 Einzelprojekte in vielen Städten des Ruhrgebiets unterstützt. Wir nehmen Sie ein Stück mit auf eine Reise zu verschiedenen Unternehmungen interkultureller Kunst- und Kulturarbeit, Ruhr abwärts von Ost nach West - klicken Sie sich hier ein - es geht nach Dortmund, Bochum, Herne, Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und Duisburg!

Infos zur Ausstellung

"Afro-Tech and the Future of Re-Invention" ist eine Veranstaltung des HMKV (Hartware MedienKunstVerein) in Kooperation mit Interkultur Ruhr und Africa Positive e.V. Kuratiert wurde sie von Dr. Inke Arns (HMKV) und Fabian Saavedra-Lara (Interkultur Ruhr, RVR).
Zu sehen ist die Ausstellung vom 21.10.2017 bis zum 22.04.2018. Öffnungszeiten: Täglich 11 - 18,  Do/ Fr 11 - 20 Uhr, montags geschlossen.
Eintritt frei während des AFRO-TECH FEST und an jedem ersten Sonntag im Monat - sonst: Eintritt 5 € / 2,50 €.

Der HMKV (Hartware MedienKunstVerein)

Seit 2010 zeigt der HMKV auf der Ebene 3 des Dortmunder U zeitgenössische Medienkunstausstellungen.
Medienkunst ist hier Oberbegriff für ein breites Spektrum künstlerischer Formen: Film, Hörspiel, Fotografie, Softwarekunst, Installation, Performance. Der HMKV versteht sich selbst als Plattform für die Produktion, Präsentation und Vermittlung von zeitgenössischer beziehungsweise experimenteller (Medien-)Kunst und wird regelmäßig mit Auszeichnungen für hervorragende Projekte bedacht. Künstlerische Leiterin des HMKV ist seit inzwischen fast 13 Jahren Dr. Inke Arns.

Das Büro medienwerk.nrw

Der HMKV hat in Zusammenarbeit mit PACT Zollverein, der Kunsthochschule für Medien Köln und dem damaligen Kultusministerium NRW Ende der 1990er Jahre neben seiner Ausstellungstätigkeiten auch ein informelles Medienkunstnetzwerk in NRW initiiert. Seit 2013 ist das daraus hervorgegangene Büro medienwerk.nrw dank großzügiger Unterstützung des Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW (MKW) in Trägerschaft des HMKV und unter Leitung von Herrn Saavedra-Lara. Ziel des medienwerk.nrw ist die Förderung der Medienkunst in NRW und des Austauschs zwischen KünstlerInnen und Institutionen.