Regionale Kulturförderung - 100.000 Euro für kulturelle Projekte

Der Regionalverband Ruhr (RVR) fördert auf vielfältige Art die Fortentwicklung der kommunalen und regionalen Kultur. 2016 stellte er erstmalig einen Fördertopf mit 70.000 Euro insbesondere für freie Kulturträger zur Verfügung. 2017 wurde diese Summe um 30.000 Euro aufgestockt.

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Bild: Topf mit Geldscheinen. Foto: Fotolia/Balzer

Förderung für regionale Kulturprojekte

Die Förderung kann für alle Sparten und Bereiche der regionalen Kultur gewährt werden. Der Förderschwerpunkt soll bei Gemeinschaftsprojekten in der Off-Kultur sowie bei Kooperationsprojekten freier Träger mit öffentlich-rechtlich getragenen Kultureinrichtungen liegen. Ziel ist es, den weiteren Ausbau interdisziplinärer und kooperativer Arbeits- und Produktionsweisen nachhaltig zu forcieren.

Folgende Antragsfrist gilt für 2018:

Antragsschluss 01.02.2018 für Förderentscheidungen am 01.03.2018

Am 14. September entschied der Kultur- und Sportausschuss des RVR über die neuen Anträge: Fünf weitere Projekte mit insgesamt 27.500 Euro erhalten Fördermittel.
Die höchste Einzelförderung - 8.000 Euro - geht an den Verein für jüdische Geschichte und Religion in Dorsten. In Kooperation mit der NRW-Stiftung, der Anneliese-Brost-Stiftung, der FH Dortmund dem LWL-Medienzentrum und weiteren Partnern will der Verein die Dauerausstellung des Jüdischen Museums Westfalen in Dorsten bis 2018 überarbeiten und erweitern.
7.500 Euro erhält die Flüchtlingshilfe Sprockhövel für die Produktion einer mehrteiligen Videoserie unter dem Titel "Migration - Kultur kocht". Damit will der Verein einen eigenen Youtube-Kanal bespielen. Im Mittelpunkt der multikulturellen Kochsendung stehen persönliche Geschichten und Gespräche, die beim Kochen und Essen ausgetauscht werden.
Mit 5.000 Euro fördert der RVR das Tanztheaterprojekt "Expedition: Hip Hop" des Herner Vereins Pottporus. Sieben Jugendliche mit unterschiedlicher Herkunft sollen unter professioneller Leitung ein abendfüllendes Tanztheaterstück entwickeln.
4.000 Euro gehen an den Verein KatakArt und das Katakomben-Theater in Essen. Unter dem Titel "Von der Flucht zu den Künsten" sollen Workshops für Kinder und Jugendliche im Theater und in Flüchtlingsheimen angeboten werden.
3.000 Euro erhält das theatergildenast in Gelsenkirchen für das Projekt "Deutschlandsfrauen - Deutschlandsmänner". Hier sollen sich fünf Geflüchtete und fünf Einheimische zu einer Theater-Compagnie zusammenfinden und gemeinsam ein professionelles Bühnenstück auf die Beine stellen.
Über Anträge unter einer Summe von jeweils 5.000 Euro hatte bereits im Vorfeld des Ausschusses RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel entschieden. Bewilligt wurden sechs Bewerbungen mit einer Fördersumme von insgesamt 17.000 Euro.

Am 16. März 2017 entschied der Kultur- und Sportausschuss des Verbandes über die neuen Anträge: Insgesamt 17 Projekte wurden mit einer Gesamtsumme von 92.500 Euro berücksichtigt.
Der Ringlokschuppen Ruhr in Mülheim kann sich mit 9.000 Euro über die höchste Einzelförderung freuen. Das Kulturzentrum erhält das Geld für die Fortsetzung des Projektes "Wem gehört die Kunst? Support Your (G)local Artist", das zusammen mit den Partnern Netzwerk X und Urbane Künste Ruhr realisiert wird. Das Bündnis geht der Frage nach, wie individuelle Künstlerförderung künftig aussehen muss, um den Ansprüchen zu genügen.
Drei weitere Antragsteller erhalten je 8.000 Euro Unterstützung. Die Fördersumme geht an den Dortmunder Verein "Die Urbanisten" für sein Filmprojekt "Das Gegenteil von Grau" sowie an den Verein artrmx, der mit dem Programm "Transurban" die Akteure der Urban Art Szene in NRW vernetzen will. Außerdem erhält der Verein KlackZwoB in Bochum Geld für die Durchführung des 25. Filmfestival "blicke".
Weitere Projekte, für die der RVR-Ausschuss grünes Licht gab, kommen aus Essen, Witten, Mülheim, Oberhausen, Haltern, Köln und Wuppertal. Sie erhalten Unterstützung in Höhe von 1.500 bis 7.500 Euro.
Dem Ausschuss lagen insgesamt 36 Bewerbungen mit einer beantragten Fördersumme von knapp 279.000 Euro vor. Der Fonds war damit dreifach überzeichnet.

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Der Regionalverband Ruhr (RVR) fördert die Fortentwicklung der kommunalen und regionalen Kulturstrukturen.
Allgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P)

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Übersicht der bewilligten Anträge 2017: Über Förderanträge, die beim Referat Kultur und Sport gestellt werden können, entschied im ersten und dritten Quartal des Jahres der Kultur- und Sportausschuss.

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Übersicht der bewilligten Anträge 2016: Über Förderanträge, die beim Referat Kultur und Sport gestellt werden können, entschied im ersten und dritten Quartal des Jahres der Kultur- und Sportausschuss.

Kontakt & Infos

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Kronprinzenstraße 35
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Koordination
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