Literaturpreis Ruhr zeichnet Autoren- und Verlegerpersönlichkeiten aus

Der Regionalverband Ruhr (RVR) vergibt seit 1986 den Literaturpreis Ruhr. Er ist die wichtigste ideelle wie materielle Auszeichnung für Autoren, Kritiker und Verleger, die im Ruhrgebiet leben, sowie für Schriftsteller von außerhalb, die über die Region schreiben. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. 

Lütfiye Güzel. Foto: privat
Literaturpreis 2017

2017 geht der Preis an die Autorin Lütfiye Güzel

Mit der in Duisburg-Marxloh aufgewachsenen Autorin zahlreicher Lyrik- und Prosabände würdigt die Jury "eine Sprachspielerin, die ihre Arbeit ernst nimmt". 

Lütfiye Güzel (geb. 1972) hat in ihrem Selbstverlag Go-Güzel-Publishing bisher u. a. veröffentlicht: "Herz-Terroristin" (Gedichte), "Let’s Go Güzel!" (Gedichte und Kurzgeschichten), "Pinky Helsinki" (Notizen), "Hey. Anti-Roman" und "Oh, No!" (Novelle). Die Autorin sucht den direkten Kontakt zum Publikum in Performances und Workshops, vorzugsweise mit Schülern. Güzel ist eine Außenseiterin des Literaturbetriebs. Ihre Texte handeln vom eigenen und fremden Leben, ihr Formenspektrum reicht von der Prosa über das Langgedicht und das literarische Selbstgespräch bis zu aphoristischer Kurzlyrik.

Die vom Regionalverband Ruhr (RVR) und Literaturbüro Ruhr vergebene Auszeichnung wurde am 3. November im Literaturhaus Herne Ruhr verliehen.

Förderpreise für "Der Maulwurf" und "Reparaturen"

Mit dem Förderpreis wurden Doris Konradi aus Köln für ihre Erzählung "Der Maulwurf" und Sascha Pranschke aus Dortmund für seinen Text "Reparaturen" ausgezeichnet. Die Jury wählte die beiden Beiträge unter 215 Einsendungen zum Wettbewerbsthema "Das Klopfen an der Tür" aus. Der Förderpreis ist mit je 2.555 Euro dotiert.

Mit dem Hauptpreis wird eine Persönlichkeit für ihr literarisches, literaturkritisches, literaturwissenschaftliches oder verlegerisches Werk ausgezeichnet. Einrichtungen wie Verlage, Buchhandlungen, Bibliotheken, Universitäten, Kulturbehörden, Schriftstellerverbände, Literaturbüros und andere sowie Einzelpersonen können die Kandidatinnen und Kandidaten vorschlagen. Eigenbewerbungen sind nicht möglich. Eine unabhängige Jury entscheidet über die Preisträgerin oder den Preisträger.

Die Liste der bisherigen Preisträger des Literaturpreises Ruhr reicht von Max von der Grün bis Michael Klaus, von Liselotte Rauner und Ralf Rothmann zu Brigitte Kronauer, von Frank Goosen und Marion Poschmann zu Norbert Wehr, Fritz Eckenga und Harald Hartung. Der Roman-Autor Sascha Reh ("Falscher Frühling", "Gibraltar" und "Gegen die Zeit") gehört seit 2015 zu den Preisträgern.

Neben dem Hauptpreis werden jedes Jahr zwei mit jeweils 2.555 Euro dotierte Förderpreise für den literarischen Nachwuchs werden ausgeschrieben. Zu einem vorgegebenen Thema können die Bewerber bislang unveröffentlichte Texte von maximal zehn Normseiten Länge einreichen.

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Der Regionalverband Ruhr (RVR) vergibt den Literaturpreis Ruhr jährlich und wird dabei organisatorisch und konzeptionell vom Literaturbüro Ruhr unterstützt.

Rückblick

Infos zur Preisverleihung und Impressionen von der Veranstaltung am 11. November 2016

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