Renaturierungsprojekt: Jugendliche helfen bei Wiederbelebung einer Feuchtheide
Mitmachen bei praktischen Naturschutzarbeiten - das ist an der Umweltpädagogischen Station Heidhof möglich.
Weiterentwicklung eines erfolgreichen Projekts
Nach der erfolgreichen Renaturierung eines 500 Quadratmeter großen Feuchtheiderests wurde das Projekt im Herbst 2009 ausgeweitet auf ein zweites ebenso großes Gebiet. Interessierte Schulklassen können sich auch weiterhin tatkräftig für einen gefährdeten Lebensraum engagieren. Sie können vor allem beim Sägen und Schneiden von Gehölzen und dem Abtragen der Vegetationsdecke praktische Erfahrungen sammeln. Auf der ersten renaturierten Fläche wachsen inzwischen wieder Sonnentau, seltene Binsenarten und Glockenheide.
Zielsetzung der Renaturierung
Begonnen wurde das Vorhaben mit einer Projektwoche vom 7. bis 16. März 2007, an der mehr als 200 SchülerInnen von acht Schulen mit großer Einsatzfreude die verschiedensten praktischen Naturschutzarbeiten durchführten.
Konkret geht es darum, die heutige Vegetationsdecke zu plaggen, das heißt insbesondere das Pfeifengras zu entfernen und den Oberboden abzutragen. Die Zielsetzung dabei ist, dass die seit 100 Jahren im Boden ruhenden Samen verdrängter Pflanzen wieder keimen können. Auf diese Weise soll der stark gefährdete Lebensraum Feuchtheide wiederbelebt und von Moorfröschen, Kreuzottern, seltenen Libellenarten und dem Brachvogel zurückerobert werden.
Das Projekt wurde von der Umweltpädagogischen Station Heidhof in Kooperation mit der Unteren Landschaftsbehörde Wesel und der Biologischen Station des Kreises Wesel entwickelt.
Nachhaltige Umweltbildung durch Praxisunterricht
Auch in der Folgezeit bietet die Umweltpädagogische Station interessierten SchülerInnen ab der 8. Klasse und Gruppen mit Jugendlichen ab 14 Jahren die Möglichkeit, an der Renaturierung und bei Pflegemaßnahmen teilzunehmen. Zusätzlich können die Jugendlichen an Lernstationen Wissenswertes zur Kulturgeschichte der Feuchtheide, Bodenbeschaffenheit und derzeitigen Tier- und Pflanzenwelt erfahren.
Zudem besteht das Angebot, eine Bodenprobe in die Schule mitzunehmen und das Aufkeimen und die Entwicklung der darin schlummernden Samen und Sporen zu beobachten. Bei günstigen Bedingungen sind vielleicht Sonnentau oder Lungenenzian zu entdecken.
Bei ihrer praktischen Naturschutzarbeit erfahren die Jugendlichen, wie sie durch ihr Handeln ihr Umfeld mitgestalten. Sie haben auch später die Gelegenheit, sich an weiteren Pflegemaßnahmen zu beteiligen oder die Auswirkungen der Renaturierung auf das Ökosystem zu untersuchen und die Sukzession zu dokumentieren, zum Beispiel im Rahmen von Facharbeiten.
Die Station beteiligt sich mit dem Projekt an der internationalen Kampagne "Countdown 2010", die sich für den Schutz der biologischen Vielfalt einsetzt.
Impressionen vom Renaturierungsprojekt

Kontakt & Infos
Umweltpädagogische Station Heidhof
46244 Bottrop-Kirchhellen
Telefax: +49 (0)2045.4056-22
Alle Angebote der Umweltpädagogischen Station Heidhof sind kostenfrei.
Bei Interesse können Sie gerne einen Termin für die Durchführung der Projektarbeit mit Ihrer Lerngruppe vereinbaren. Wenden Sie sich dazu bitte direkt an die Station.












