Radeln nach Zahlen: RVR-Knotenpunktsystem für die Routenplanung im Ruhrgebiet

Mit dem Rad quer durchs Ruhrgebiet – dank eines gut ausgebauten Radwegenetzes wird diese umweltfreundliche Art der Fortbewegung immer komfortabler. Der Regionalverband Ruhr (RVR) verbessert jetzt die Orientierung und Routenplanung nicht nur für auswärtige Radfahrerinnen und Radfahrer – mit einem Knotenpunktsystem nach niederländischem Vorbild. Der erste Wegweiser wurde am 11. April am Dortmunder U aufgestellt.

RVR-Projektleiter Harald Spiering (links) und RVR-Bereichsleiter Planung Martin Tönnes mit der ersten Infotafel am Dortmund U.
Foto: RVR/Friedrich

Projektbeschreibung

Das Knotenpunktsystem ist eine Erweiterung der bestehenden rot-weißen Radwegweisung. Mehr als 250 rote "Knotenpunkte" sollen künftig an Kreuzungen des Radwegenetzes in der gesamten Metropole stehen und zeigen, wo’s lang geht.

Das Besondere: Die Wegweiser sind durchnummeriert. Dadurch müssen sich Radler künftig nicht mehr nur mit Kartenmaterial und an Ortsbezeichnungen orientieren. Es reicht, sich die Nummerierungen der Knotenpunkte zu merken. Beim Radeln nach Zahlen führt der Weg zum Beispiel vom Dortmunder U – der Nummer 60 - zum Knotenpunkt 49 und dann über die Knotenpunkte 50 und 51 zur DASA Arbeitswelt Ausstellung.

Beispiele für Beschilderung:

Beispiel für die Beschilderung an einem Knotenpunkt - hier am Dortmunder U. Das Schild ist 1,00 x 1,40 Meter groß. Abb.: RVR
Beispiel für die Standard-Beschilderung - hier in Dortmund-Ellinghorst. Größe des Schildes: 0,75 x 0,50 Meter. Abb.: RVR
Beschilderung im Knotenpunktsystem an einer Kreuzung. Foto: RTG/Lottritz

Maßnahmen

Die Schilder an den Knotenpunkten werden mit einem Notrufsystem und mit touristischen Informationen ausgestattet. Im Regelfall steht an jedem Wegweiser eine Orientierungstafel mit Karte des Netzsystems und den Nummerierungen.

Förderung

Realisiert wird das Knotenpunktsystem im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogrammes des Landes NRW (RWP) zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur. Der RVR beginnt mit der Ausschilderung im östlichen Ruhrgebiet. Die Mittel kommen von Bund, Land und RVR. Insgesamt werden in die erste Ausbaustufe 180.000 Euro investiert.

Das wegweisende System ist eine wichtige Säule des neuen radrevier.ruhr, das der RVR zusammen mit der Ruhr Tourismus GmbH (RTG) entwickelt. Hauptrouten des radrevier.ruhr sind der RuhrtalRadweg, die Römer-Lippe-Route und die Route Industriekultur per Rad. Das Knotenpunktsystem soll außerdem mit dazu beitragen, die Metropole Ruhr erfolgreich als ADFC RadReiseregion zertifizieren zu lassen.

Kontakt & Infos

Regionalverband Ruhr
Referat Industriekultur
Harald Spiering
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-6317
Telefax: +49 (0) 201 / 2069-745

www.radrevier.ruhr

Das Ruhrgebiet will spätestens 2018 eine - durch den ADFC - zertifizierte Radregion werden. Innerhalb des Regionalen Wirtschaftsförderungprogramms (RWP) dienen diese Projekte dem Ziel:

"Grüner Pfad" DU-OB 
Erzbahntrasse GE-HER 
Erzbahntrasse Rastplatz BO
Emscher Park Radweg BO
RuhrtalRadweg BO-Stiepel
RuhrtalRadweg OB-MH
Knotenpunktsystem

Regionales Wirtschafts-
förderungsprogramm (RWP)

Das Projekt "Knotenpunktsystem" ist Teil des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms, das der Regionalverband Ruhr mit kommunalen Partnern umsetzt.

metropoleruhr.de #Regionalverband Ruhr