Regionalplan Ruhr: Perspektive für die künftige räumliche Entwicklung

Der Regionalverband Ruhr (RVR) erarbeitet derzeitig den Regionalplan Ruhr. Der Regionalplan Ruhr enthält die Ziele der Raumordnung für die künftige Entwicklung der Metropole Ruhr. Sein Geltungsbereich umfasst das gesamte Verbandsgebiet des Regionalverbandes Ruhr. Mit seinem Inkrafttreten wird seit 1966 wieder ein flächendeckender Regionalplan für das RVR-Gebiet vorliegen.

Ausschnitt Regionalplan. Quelle: Bezirksregierung Arnsberg
Bild: Regionalplan

Der Regionalplan

Der Regionalplan stellt den Rahmen für die gemeindeübergreifende (interkommunale), räumliche Entwicklung  auf der Ebene der Regierungsbezirke bzw. des Gebietes des Regionalverbandes Ruhr für den Zeitraum der nächsten 15 Jahre dar.

Er enthält flächendeckende Aussagen für den Planungsraum. Er besteht aus Karten im Maßstab 1:50.000 und textlichen Zielen, die für die Städte und Gemeinden, die Genehmigungs-/ Fachbehörden in dem jeweiligen Geltungsbereich verbindlich sind.

Koordination von raumgerichteten Flächenansprüchen

Der Regionalplan stellt geeignete Standorte dar, an denen die Kommunen neue Wohngebiete und Gewerbegebiete realisieren können, und zwar so, dass negative Auswirkungen zwischen Wohnen und Gewerbe möglichst vermieden bzw. minimiert werden und zugleich die natürlichen Ressourchen möglichst geschützt werden können. Zugleich sichert er wertvolle Bodenschätze für die Rohstoffversorgung, hält Korridore für Straßen oder Bahntrassen frei, trägt zur Erhaltung wertvoller Naturräume und Biotopvernetzungen, sowie der Erholung dienenden Landschafträume bei.

Der Regionalplan schützt Fläche für die Landwirtschaft ebenso wie größere Waldflächen vor einer anderweitigen Inanspruchnahme. Er trägt durch entsprechende Vorgaben dazu bei, dass neue Siedlungen nicht in hochwassergefährdeten Bereichen realisiert werden oder neue Kraftwerke an geeigneten Standorten errichtet werden können.

Kurzum, er hat alle an den raumgerichteten Flächenansprüche zu koordinieren und deren konkrete Flächenvorstellungen so zuzuordnen, dass die einzelnen Nutzungen an geeigneten Standorten realisiert werden können, ohne dass sie sich gegenseitig behindern oder beeinträchtigen.

Für Kommunen und Fachbehörden verbindlich

Der Regionalplan enthält für Kommunen und Fachbehörde Ziele der Raumordnung, d.h. die Inhalte des Regionalplanes stellen für sie verbindliche Aussagen dar, auf die Flächenutzungspläne, Bebauungspläne  oder auch Planfeststellungsverfahren auszurichten sind.

Verbandsversammlung beschließt Entwurfsfassung

Der Regionalverband Ruhr erarbeitet hierzu für das gesamte Verbandsgebiet einen Vorschlag (Entwurfsfassung). Er wird von der Verbandsversammlung beschlossen. Danach stimmt der RVR den Entwurf mit allen Beteiligten (Städten, Behörden, Verbänden, Kammern, etc.) ab. Die Verbandsversammlung beschließt den abgestimmten Entwurf und entscheidet Fälle, in denen keine Einigung erzielt werden konnte.

Kontakt & Infos

Regionalverband Ruhr
Bereichsleiter Planung
Martin Tönnes
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-213
Regionalverband Ruhr
Referatsleiter
Staatliche Regionalplanung
Michael Bongartz
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-563

Weitere Informationen

Regionalplanung in NRW ist eine "hoheitliche Aufgabe", die das Land dem Regionalverband Ruhr als "Staatliche Regionalplanung" zugewiesen hat.

Das "Ruhrparlament", die RVR-Verbandsversammlung, entscheidet in seiner neuen, zusätzlichen Funktion als Regionalrat Ruhr über den Regionalplan.

Beschlussvorlagen finden Sie unter: