RVR-Studie: Die Metropole Ruhr ist Stadt der kurzen Wege

Schnell in den Supermarkt, in wenigen Minuten zur Schule, nur ein paar Meter zum Arzt - kurze Wege sind ein Markenzeichen lebenswerter Städte. Wie es darum in den Städten der Metropole Ruhr bestellt ist, hat der Regionalverband Ruhr (RVR) in seinem ersten Flächenmonitoring zur kommunalen Daseinsvorsorge bilanziert.

Grafik: RVR/Maja Iwer
Grafik: RVR/Maja Iwer

Was wurde untersucht?

Untersucht wurden u.a. die Entfernung zu Kita, Grundschule, Bushaltestellen und zum nächsten Arzt sowie die Supermarktdichte. Grundlage der neuen Analyse ist das bewährte Flächeninformationssystem Ruhr der RVR-Regional- und Raumplaner.

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Die Studie wird in ihrer Entwurfsfassung veröffentlicht. Abschließend wird der RVR-Planungsausschuss am 13. September 2017 über die Studie beraten.

Positive Bilanz

Die Bilanz des ruhrFIS-Monitoring - so der Fachbegriff - fällt positiv aus: Mehr als 80 Prozent der Menschen in der Metropole Ruhr profitieren demnach von der guten Erreichbarkeit - ein großes Plus für die Standortqualität der Region.

Gute Erreichbarkeit

Innerhalb des Ruhrgebiets zeichnet sich besonders der Kernraum zwischen Dortmund und Duisburg durch gute Erreichbarkeit und eine hohe Versorgungsdichte aus. Weniger als drei Prozent der Menschen leben weiter als 2.000 Meter vom nächsten Supermarkt entfernt - das gilt als überdurchschnittlich gute wohnortnahe Lebensmittelversorung. Fast 87 Prozent der Kinder in der Region können eine Grundschule in 15 Minuten Fußweg erreichen und für 84 Prozent der Menschen ist auch der Weg zum Arzt zu Fuß und in angemessener Zeit machbar.

Verbesserungspotential

Trotz des ausgesprochen guten Gesamtergebnisses sieht der RVR Verbesserungspotenzial in einigen Teilen des Ruhrgebiets bei der Erreichbarkeit von Kitas und Haltestellen des ÖPNV.

RVR-Regionaldirektorin Karola-Geiß-Netthöfel:

"Die Untersuchungsergebnisse zeigen deutlich, dass das Ruhrgebiet als Stadt der Städte eine Metropole der kurzen Wege ist". Bei der fußläufigen Erreichbarkeit, die auch ein Indikator für lebenswerte Städte ist, kann das Ruhrgebiet die Vorteile seiner polyzentrischen Struktur voll ausspielen."

Martin Tönnes, RVR-Beigeordneter für Planung:
"Eine fußläufige Erreichbarkeit vermeidet lange Wege und sorgt für weniger Verkehr. Zudem ist die gute Erreichbarkeit von Einrichtungen der Daseinsvorsorge Voraussetzung für eine nachhaltige und sozialgerechte Siedlungsentwicklung ohne lange Wege. Davon profitieren vor allem Kinder, ältere Menschen und Behinderte."

Kontakt & Infos

Regionalverband Ruhr
Leiterin
Referat Regionalentwicklung
Maria T. Wagener
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-6361
Ansprechpartnerin
Dr. Nicole Iwer
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-532
Ansprechpartner
Dr. Christoph Alfken
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-369

Über ruhrFIS

Das ruhrFIS-Monitoring Daseinsvorsorge ist Teil des ruhrFIS- Flächeninformations- systems und ergänzt die vorliegenden Informationen zu Flächenreserven für Wohnen und Gewerbe um Informationen zur infrastrukturellen Ausstattung der Metropole Ruhr. Die erhobenen Daten und Ergebnisse sollen künftig alle drei Jahre fortgeschrieben werde