Bevölkerungsprognose 2030

Die Einwohnerzahl in der Metropole Ruhr wird weiter rückläufig sein

Grafik. Quelle: Regionalverband Ruhr
Quelle: Regionalverband Ruhr/Team 3-1; zuletzt aktualisiert Sept. 2012

Bevölkerungsverlust bis 2030 entspricht der Einwohnerzahl des Kreises Unna

Im Jahr 2020 wird die Bevölkerungszahl in der Metropole Ruhr, erstmals seit 1950, voraussichtlich unter die 5-Millionen-Marke gesunken sein. Bis 2030 wird der Bevölkerungsverlust in der Metropole Ruhr knapp 400.000 Einwohner betragen; das entspricht in etwa der Einwohnerzahl des Kreises Unna. Das geht aus der aktuellen Bevölkerungsprognose, ausgehend vom Jahr 2011, des Landesbetriebes Information und Technik NRW (IT-NRW) hervor.

Hagen verliert die meisten, Hamm die wenigsten Einwohner

Nach der Bevölkerungsvorausberechnung von IT-NRW wird Hagen mit einem Rückgang von -14,7 % innerhalb der Metropole Ruhr die höchsten Einwohnerverluste zu verzeichnen haben, während sie in Hamm mit -2 % am niedrigsten ausfallen werden. Insgesamt werden die Bevölkerungsverluste im Ruhrgebiet mit -7,7 % die in den übrigen Landesteilen mit -2 % deutlich überschreiten.

Demografischer Wandel schreitet fort

Neben diesem rückläufigen Trend weist die Vorausberechnung auf einen fortschreitenden demografischen Wandel hin. So wird die Zahl der unter 20-Jährigen im Ruhrgebiet im Jahr 2030 um rd. -170.000 Einwohner bzw. -17,9 % gesunken sein, während die der über 65-Jährigen um rd. +218.000 bzw. +19,8 % zugenommen haben wird. Die Zahl der erwerbsfähigen Personen im Alter von 20 bis unter 65 Jahren wird sich nach der Vorausberechnung um rd. -440.000 bzw. -14,3 % verringert haben. Der Anteil der unter 20-Jährigen wird von 18,5 % im Jahre 2011 auf 16,4 % im Jahre 2030 sinken, während der Anteil der über 65-Jährigen in diesem Zeitraum von 21,4 % auf 27,8 % ansteigen wird. Der Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung im Alter zwischen 20 und 65 Jahren wird sich von 60,1 % auf 55,8 % verringern. Die Zahl der über 90-Jährigen wird sich im Jahr 2030 gegenüber heute mehr als verdoppelt haben. Die Zahl der Schüler und Schülerinnen im Ruhrgebiet im Alter von 5 bis 20 Jahren wird von rd. 750.000 im Jahr 2001 um rd. -152.000 (bzw. -20,2 %) auf knapp 600.000 Schüler und Schülerinnen sinken.

Ab 67 Jahren steigt der Frauenanteil kontinuierlich an

Betrachtet man die Geschlechterverteilung im Jahre 2030 nach Altersjahren, so gibt es bis zum Alter von 50 Jahren in fast allen Altersjahren einen geringfügigen Männerüberschuss, der ab 54 Jahre zugunsten eines geringfügigen Frauenüberschusses kippt. Ab 67 Jahren nimmt der Frauenanteil kontinuierlich zu. Bei den über 90-jährigen wird der Männeranteil nur noch 35,7 % betragen. Insgesamt wird der Frauenanteil in der Altersgruppe der über 65-jährigen bei 55,4 % liegen.

Stand: 11.9.2012

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