Innovation City Bottrop

Blauer Himmel, grüne Stadt – unter diesem Motto hat der Initiativkreis Ruhr im Frühjahr 2010 gemeinsam mit dem Land NRW einen revierweiten Wettbewerb für die Klimastadt der Zukunft ins Leben gerufen.

Gesucht wurde ein „typisches Stück Ruhrgebiet“, das als Modellstadt eine Vorbildfunktion für die Erneuerung des gesamten Ruhrgebiets übernimmt.

Unter 16 teilnehmenden Ruhrgebietsstädten wurde die Bottroper Bewerbung aufgrund ihrer schlüssigen Gesamtkonzeption für den energetischen Stadtumbau und ihrer Übertragbarkeit für andere Städte Sieger dieses Wettbewerbs.

Bis 2020 soll Bottrop zu einer Niedrigenergiestadt der Zukunft ausgebaut werden. Das konkrete Ziel ist eine deutliche Reduzierung des CO²-Ausstoßes um 50%. Gleichzeitig geht es aber auch darum, die Lebensqualität der Bewohner kontinuierlich und nachhaltig zu verbessern.

Erreicht werden soll dies durch innovative Technologien und Maßnahmen zu Energieeffizienz, dezentraler Energieerzeugung, Einsatz erneuerbarer Energien und Mobilität sowie im Bereich der Klimaanpassung.

Wesentliche Maßnahmen im Bereich Klimaanpassung sind:

  • Schaffung von Retentionsräumen und Abkoppelung von Reinwasser zur Entlastung der Kanalisation. Geplante Abkopplungsflächen für Regenwasser 25%.
  • Parallel erfolgt die Renaturierung und Offenlegung von Gewässerläufen, die das Reinwasser abführen.
  • Begrünungsmaßnahmen werden auf Dach- und Fassadenflächen und im öffentlichen Raum umgesetzt. Grundlage für die Dachbegrünung ist ein Flach- und Gründachkataster. Darauf aufbauend wird eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, die die technische Umsetzbarkeit für Dachbegrünungen, insbesondere in vorhandenen Wärmeinseln, untersucht. Geplant sind 30% der Flachdächer bis 2020 zu begrünen.
  • Eine weitere Maßnahme zur Klimaanpassung sieht verstärkte Immissionsschutzpflanzungen im Straßenbereich vor. Geplant sind ca. 2000 m Immissionsschutzpflanzen im Mittelstreifenbereich und ca. 10.900 m alternative Maßnahmen (Fassadenbegrünung, Straßenrandbegrünung usw.) anzulegen.
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Kontakt & Infos

Regionalverband Ruhr
Geoinformation und Raumbeobachtung
Teamleiterin Klima und Lufthygiene Astrid Snowdon
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