Aufwertung des Landschaftsraums: Projekte

Abgeleitet aus den Zielen wurden Projekte für die zukünftige Entwicklung des Landschaftsparks NiederRhein festgelegt.

Die Schaffung der Freizeit- und Tourismusangebote konzentriert sich insbesondere auf Wassersportmöglichkeiten an den Auskiesungsseen, die Erschließung der Bergehalden (z.B. für Gleitschirmfliegen und als Aussichtspunkte), die Erneuerung regional bedeutsamer Parkanlagen (Schlosspark Moers, Jungbornpark) und die Verbesserung der Radwegerouten (Beseitigung von Ausbaumängeln, Beschilderung, Wetterschutzhütten). Konzepte mit Realisierungsmaßnahmen wurden u.a. für den Baggersee Am Reitweg sowie die Bergehalden Pattberg, Rheinpreussen und Norddeutschland erarbeitet. An der Entwicklung dieser Projekte ist der RVR als Eigentümer der Flächen maßgeblich beteiligt.

Halde Nord­deutsch­land

Die im Zentrum des Landschaftsparks NiederRhein liegende Halde Norddeutschland hat sich mittlerweile zu einem Standort für Luft- und Trendsportler entwickelt. Im Mittelpunkt steht das Gleitschirmfliegen zu dem weitere attraktive Nutzungen wie Drachen- und Modellsegelfliegen, Reiten, Nordic-Walking und Mountainbiken hinzu gekommen sind. Zur Qualifizierung der Gesamtgestaltung der Halde und ihres Umfeldes wurde ein Wettbewerb auf europäischer Ebene durchgeführt. Die Jury empfahl nach einer Überarbeitung den Entwurf von WES & Partner, Hamburg im Team mit Observatorium, Rotterdam als Grundlage für die weitere Planung. Das Team wurde daraufhin mit der Konkretisierung beauftragt. Das Konzept ist inzwischen weitgehend umgesetzt.

Halde Rheinpreußen

Die Halde Rheinpreussen wurde zur künstlerisch geprägten Landmarke gestaltet. Der Entwurf vom Künstler Otto Piene sah vor, den Berg glutrot auszuleuchten und auf der Haldenhöhe einen 20 Meter hohen Turm zu errichten. Der Turm erinnert in seiner Gestalt an die Davy-Lampe der Bergleute. Das Konzept ist mittlerweile umgesetzt.

Weitere Maßnahmen

Für den Bereich der regionalen Freiraumkorridore Wiesfurthgraben und Moersbach wurde ein Konzept erarbeitet, das Maßnahmen zur Verbesserung von Natur und Landschaft konkretisiert. Hierzu gehören z.B. die Entwicklung von Feuchtgebieten, Waldvermehrung, Anlage von Obstwiesen und Hecken. Bergehalden und Baggerseen werden in die Landschaft eingebunden. Die Realisierung dieser Maßnahmen soll u.a. auch im Rahmen der Aufstellung eines gemeinsamen Flächenpools für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen erfolgen.

Eine weitere Maßnahme zur Gestaltung des Landschaftsraumes ist der NiederRheinische Baumkreis, der rund um die Halde Pattberg in einem Vier-Kilometer-Radius angelegt wird. Er ist Sinnbild für die Einheit des Raumes und die Zusammenarbeit der Kommunen. Der Baumkreis wird zusätzlich durch eine Rad- und Wanderroute begleitet und damit für den Bürger "erfahrbar". Zahlreiche Bäume wurden bereits angepflanzt.

Die Umsetzung einiger Maßnahmen war gleichzeitig in ein integriertes Arbeitsmarktprojekt eingebunden. Durch Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen wurde vor allem arbeitslosen Jugendlichen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt gegeben.

Eine zusätzliche Aufwertung des Landschaftsraumes wird durch künstlerische Gestaltung erfolgen. Zwischen dem Kloster Kamp und der Schachtanlage Friedrich-Heinrich ist ein Skulpturenpark geplant, der entlang des Fließgewässers Große Goorley eine Verbindung zwischen barocker und industrieller Kultur herstellt. Hierzu hatte ein Wettbewerb mit Künstlern und Landschaftsarchitekten stattgefunden.  

Nach oben

Kontakt & Infos

Regionalverband Ruhr
Regionale Freiraumkonzepte
Teamleiterin
Regina Mann
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-659

Halde Nord­deutsch­land

Die "Him­mel­strep­pe" und das "Hal­len­haus" ma­chen die Halde Nord­deutsch­land zu einer be­son­de­ren Se­hens­wür­dig­keit. Ab­ge­run­det wird das ganze durch ein viel­fäl­ti­ges Frei­zeit- und Ver­an­stal­tungs­an­ge­bot. 

Halde Rhein­preu­ßen

Auf dem Gip­fel der Halde Rhein­preu­ßen hat der Künst­ler Otto Piene den Berg­leu­ten ein Denk­mal ge­setzt. "Ge­leucht" heißt die Skulp­tur, die eine über­di­men­sio­na­le Gru­ben­lam­pe dar­stellt.