Die bedeutendsten Naturschutzgebiete
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Beversee im Kreis Unna
Der Einfluss des Bergbaus auf die Fließgewässer im Ruhrgebiet lässt sich im Naturschutzgebiet Beversee im Kreis Unna eindrucksvoll nachvollziehen. Wo sich früher der Beverbach durch eines der größten Waldgebiete des Kreises schlängelte, liegt heute ein etwa neun Hektar großer See.
Mit dem Bau des Datteln-Hamm-Kanals, der 1914 eröffnet wurde, beginnt die Zeitrechnung für das heutige Naturschutzgebiet Beversee. Damit der im Gebiet verlaufende Beverbach auch weiterhin in die Lippe mündet, wurde er im Bereich des Kanales gedükert, das heißt der Bach unterquert den Kanal. Infolge von Bergsenkungen durch den Steinkohlenbergbau sank das Gelände Anfang der 1940er Jahre ab, der Beverbach wurde aufgestaut und es entstand ein fast 800 Meter langer und bis zu 180 Meter breiter See mit einer Tiefe von sechs bis sieben Metern.
Seltene Pflanzen und Tierarten
Die weitere Ausbreitung des Sees wird durch eine Pumpstation verhindert, die den Wasserstand reguliert. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich das Beverseegebiet zu einem Refugium für zum Teil seltene Vogel-, Amphibien- und Libellenarten. 1979 wurde das Beverseegebiet in einer Gesamtgröße von rund hundert Hektar unter Naturschutz gestellt. Zum Naturschutzgebiet gehören neben dem See auch ausgedehnte Waldbestände und großflächige Grünlandbereiche mit bedeutenden Vorkommen seltener Pflanzen und Tierarten.
Ausgedehntes Wegesystem
1981 hat der RVR den größten Teil des Naturschutzgebietes erworben und führt die Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen auf Grundlage eines Pflege- und Entwicklungsplanes durch. Die Pflege der Grünlandflächen wird in enger Abstimmung mit dem Kreis Unna, der Biologischen Station und dem ehrenamtlichen Naturschutz abgestimmt. Ein ausgedehntes Wegesystem bietet naturinteressierten Besuchern die Möglichkeit, alle Landschaftselemente hautnah zu erleben. Im Bereich des Beversees wurde eine Beobachtungsplattform angelegt.







