Die bedeutendsten Naturschutzgebiete

Das Oefter Bachtal


Beversee - Kreis Unna
Die Burg - Marl
  Heidesee - Bottrop
Langener Hufeisen - Kreis Unna
Lanstroper See - Dortmund
Üfter Mark - Kreis WES und RE
Oefter Bachtal - Essen 

Heidesee in Bottrop

In der Kirchheller Heide im Nordwesten von Bottrop liegt der etwa 54 Hektar große Heidesee. Er ist auf einer früheren Kiesabgrabungsfläche entstanden und besteht aus drei Gewässern. Nach dem Ende der Abgrabungstätigkeit wurde das Gebiet für die stille naturnahe Erholung und teilweise im Sinne des Biotop- und Artenschutzes gestaltet.

Zentrum des Gebietes ist der lang gestreckte See mit mehreren Inseln, auf denen eine natürliche Entwicklung stattfindet. Östlich davon liegen zwei kleinere Gewässer, die sich ebenfalls naturnah entwickeln.

Die Unterwasserpflanzenvegetation im Heidesee ist an nährstoffärmere Verhältnisse angepasst, unter anderem kommen hier fünf Arten von Armleuchteralgen vor. Daher ist das Naturschutzgebiet landesweit bedeutsam. In der Westfälischen Bucht ist es das größte Gewässer dieser Art. Der Heidesee ist ein wichtiger Teil von "Natura 2000", des zusammenhängenden europäischen Netzes von Schutzgebieten, das Schritt für Schritt geschaffen wird.  

Bild: Heidesee in Bottrop. Foto:RVR
Heidesee in Bottrop. Foto: RVR

Schutzziel

Das nährstoffarme kalkhaltige Feuchtbiotop mit den verschiedenen Arten der Armleuchteralgen (botanisch: Characeen) zu erhalten, ist Ziel der Arbeit des RVR. Mittlerweile hat sich das Gebiet zu einem bedeutsamen Lebensraum für schützenswerte Pflanzen und Tiere entwickelt. Daraus ergibt sich heute eine gewisse Konkurrenz zwischen Naturschutz und Erholungsanspruch. Die Nutzung des Gebietes zur Erholung soll auf den Rundweg und zwei Liegestellen beschränkt bleiben.   

Schutzmaßnahmen

Die meisten Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen helfen, Schäden durch die Erholungsnutzung zu verhindern. So werden die Besucher durch eine klare Wegführung über die Fläche gelenkt, Trittschäden im Uferbereich und die Verunreinigung der Gewässer werden vermieden. Die Absperrung und das Badeverbot werden beibehalten. Enten und andere Wasservögel zu füttern ist verboten. Darüber hinaus wird die Entwicklung einer natürlichen Verlandungsreihe mit ihrem typischen Pflanzeninventar gefördert und eine natürliche Waldgesellschaft entwickelt.  

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Kontakt & Infos

RVR Ruhr Grün
Team Ökosystemmanagement / Biologische Stationen
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Telefon: +49 (0)201.2069-718
Telefax: +49 (0)201.2069-720

Lage in der Metropole Ruhr