Event-Dinner – das etwas andere Mahl
Das Auge isst ja bekanntlich mit – und erwartet nicht nur appetitlich angerichtetes Essen auf dem Teller, sondern gern auch optisches und akustisches Beiwerk im Restaurant. Das Essen soll zum Ereignis werden. Wir verraten, wo es im Ruhrgebiet Events im Lokal gibt.
Krimi-Dinner
Dezenten Grusel zwischen Vor- und Hauptgericht verspricht das Krimi-Dinner: Lord Ashtonburry ist plötzlich verstorben, und zur Testamentseröffnung im Kaminzimmer des Schlosses trifft sich eine illustre Schar von potenziellen Erben (zugleich: mutmaßlichen Mördern). Der herbeigerufene Inspektor ist natürlich auf die Mithilfe der Zeugen im Saal angewiesen … beste Unterhaltung im Flair der Edgar-Wallace-Filme der 60er-Jahre – und längst ein Klassiker, der regelmäßig in vielen Lokalen des Ruhrgebiets gespielt wird.
X-Dinner
Da das Krimi-Dinner nicht nur ein Klassiker, sondern überaus erfolgreich ist, existieren längst jede Menge Spielarten. Das Prinzip ist immer gleich: Krimi-Theater und Essen (3-Gang-Menü) wechseln munter ab. Statt eines Krimis wird zwischen den Gängen z.B. ein Western, ein Märchen, ein Musical oder der blanke Horror (Dracula-Dinner) geboten. Eine schöne Variante des Krimi-Dinners bieten die Bochumer Hottenlotten bei "Mordart à la Carte". Hier wird von A bis Z improvisiert: Die Restaurantgäste legen fest, welche Charaktere auftreten und wie diese zueinander stehen. Alles ist denkbar – ein herrlicher Spaß!
Finster & Zappenduster
Dunkel, aber nicht gruselig ist es beim Dinner in the Dark, Essen in totaler Finsternis. Erlebnis-Gastronomie im wahrsten Sinne des Wortes (und der ideale Ort fürs "Blind Date"), denn es ist eine ganz neue Gefühlswelt, wenn plötzlich das Sehen außer Kraft gesetzt ist, das Auge nicht mehr mit isst. Jedes Geräusch, jede Bewegung, jeder Geruch und jeder Geschmack wird zum Erlebnis. Das Menü wird vom Kellner nur kurz umschrieben, den Rest muss sich der Gast selber "erschmecken". In der Metropole Ruhr gibt es bislang zwei stockdustere Restaurants: "Finster" in Essen und "Zappenduster" in Bochum.
Rittermahl
Kräftig-deftig geht’s beim Rittermahl zu. Manns- und Weibsbilder werden zeitgemäß mit Wappenrock bzw. Jungfernkranz ausgestattet – und los geht’s, nach allen Regeln der Mittelalterkunst. Gespeist wird mit dem Dolch sowie mit den Fingern – und Knochen und andere Reste werden einfach über die Schulter entsorgt. Derbe Trinksprüche und ein Spielmann tun ein Übriges, um den Gast in die Zeit der Ritter zurückzuversetzen. Ideale Orte fürs Mahl sind natürlich Gebäude wie Haus Kemnade in Bochum, Schloss Broich in Mülheim oder das moderne "Event-Schloss" Pulp in Duisburg, zu dem ein Rittersaal gehört.
Mongolen-BBQ
Wann wird das Essen eigentlich zum Erlebnis? Einigen reicht es schon, wenn sie nicht die ganze Zeit nur am Tisch sitzen und auf die Speisen warten. Wie beim mongolischen BBQ-Büffet. Dabei sucht man keine fertigen Speisen aus, sondern rohe, auf Eis gelagerte Produkte: Gemüse, Fleisch, Fisch in ungeheurer Auswahl. Die bringt man zum Koch, der sie auf einem heißen Stein mit viel Zischen und Flammen zubereitet. Wer mag, kann dabei zusehen. Die Pioniere dieses "Mongolian BBQ" (im Ruhrgebiet und in ganz Deutschland) sind die Macher von Mongo's, von dem es u.a. Filialen in Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen gibt.









