Zu Tisch im Industrietempel

Entlang der Route Industriekultur soll man nicht nur allerhand sehen und erleben, sondern sich zwischendurch auch mal eine Pause mit Speisen und Getränken gönnen. Zahlreiche Restaurants liegen zum Glück direkt an den Industriedenkmälern.

Blick ins Kokerei-Café. Foto: ERIH
Blick ins Kokerei-Café. Foto: ERIH

Kokerei Zollverein

Wenn man schon auf Zollverein ist, darf die Kokerei nicht auf dem Besichtigungsprogramm fehlen. Zur Industriekulisse gesellen sich im Winter die Eisbahn und im Sommer Riesenrad und Schwimmbad. Unter der früheren Mischanlage liegt auf zwei Etagen (zzgl. Biergarten) das "Café Kokerei". Auf der regelmäßig wechselnden Speisekarte (die Küche ist durchgehend geöffnet) stehen Salate, Eintöpfe, Pasta sowie heimische Gerichte à  la „Himmel und Erde“; hinzu kommen Waffeln und Kuchen.

www.cultural-service.de

Tolles Ambiente, tolle Küche: "Casino Zollverein". Foto: Casino Zollverein
Bild: Tolles Ambiente, tolle Küche: Casino Zollverein. Foto: Casino Zollverein

Welterbe Zollverein

Das "Casino" ist ein echter Hingucker auf dem Gelände des Weltkulturerbes Zollverein in Essen. Man sitzt in der ehemaligen Kompressoren-Halle und staunt über mächtige, rohe Betonsäulen, farbenfrohe Malereien, imposante Leuchter und viele weitere Accessoires. Gekocht wird "New World Cuisine" mit frischen saisonalen Zutaten und auf sehr hohem Niveau. Mediterranes und Asiatisches wird gern miteinander kombiniert, aufgetischt wird aber auch Regionales.

www.casino-zollverein.de

Tafeln vor imposanter Industriekulisse: das "Henrichs". Foto: Henrichs
Tafeln vor imposanter Industriekulisse: das Henrichs. Foto: Henrichs

Henrichshütte

Restaurants in Kompressoren-Hallen, Mischanlagen, Hauptschalthäusern – die Phantasie der Gastronomen kennt keine Grenzen. Im ehemaligen Hattinger Stahlwerk Henrichshütte ist es eine Gebläse-Halle, wo Industriecharme, moderne Architektur und Kochkunst bestens harmonieren. Das "Henrichs" ist in drei Bereiche unterteilt: Restaurant, Bistro, Lounge, dazu im Sommer der Biergarten "Gleis 1". Die viel gelobte Küche ist mediterran, bisweilen verfeinert mit asiatischen und regionalen Einflüssen.

www.henrichs-restaurant.de

Empore im "Hauptschalthaus". Foto: Hauptschalthaus
Empore im Hauptschalthaus. Foto: Hauptschalthaus

Landschaftspark Nord

Wer den Landschaftspark Nord mit seinen Attraktionen wie Lichtinstallation oder Tauchzentrum betritt, landet zunächst am Restaurant "Hauptschalthaus". Inmitten historischer Technik sitzt man hier auf Sofas oder Polsterstühlen und schaut aus dem Panoramafenster. Auf der Karte (Deutsch und Englisch) stehen Kleinigkeiten wie Currywurst oder Flammkuchen, aber auch internationale Kompositionen rund um Fisch und Fleisch. Wer mag, gönnt sich einfach einen Cappuccino oder Cocktail auf der Terrasse.

www.hauptschalthaus.com

"Heiner's" im Nordsternpark.
Heiner's im Nordsternpark.

Nordsternpark

Außen: historische  Ziegel. Innen: klare, moderne Linien, irgendwo zwischen Bar, Lounge und Restaurant. Hier bekennt man sich klar zu einer traditionellen Küche, zu „Gerichten mit Geschichte“, die sich, so heißt es im "Heiner’s", ebenso am kargen wie durchaus reichen Speiseplan der Bergarbeiter orientiert. Und das schlägt sich einerseits in Gerichten wie „Heiner’s Flammkuchen“ oder auch Hering Hausfrauenart „frei interpretiert“ nieder, andererseits aber eben auch in der feinen Schaumsuppe von Steckrübe und Kashmircurry, im Hirschrücken mit jungen Rüben, Hagebuttenbisquit und Muscovadojus.

www.heiners-gastronomie.de

Terrasse am "Pferdestall".
Restaurant Pferdestall.

Zeche Zollern

Im "Pferdestall", wo früher Steigerpferde und Kutschen parkten, lassen sich heute die Feinschmecker nieder. Spannbreite: westfälisch bis international. Auf der Speisekarte stehen Panhas auf Bauernbrot, „Ruhrpottgulasch“ (Currywurst mit Pommes) und „Blinder Fisch“ (gerösteter Zwieback in Milch und Ei plus Bratkartoffeln). Aber auch gebratene Kalbsleber an Feldsalat, Steakspezialitäten und vegetarische Maxi-Gnocchi mit einer Füllung aus Pilzmousse, Tomatenconcassé und Spinat finden sich im nostalgisch-niveauvollen Ambiente des Pferdestall. Im Sommer dürfen die Pferdchen auf die Wiese: Dann haben Restaurantterrasse und Biergarten geöffnet.

www.pferdestall.biz

Die "Künstlerkantine". Foto: Bochumer Veranstaltungs-GmbH
Die "Künstlerkantine" im Pumpenhaus. Foto: Bochumer Veranstaltungs-GmbH

Jahrhunderthalle Bochum

Die "Künstlerkantine" im Pumpenhaus liegt direkt an der Bochumer Jahrhunderthalle. Durch die Anbindung an die Erzbahntrasse ist das Café-Restaurant auch ein idealer Rastplatz bei Fahrradtouren. Bei schönem Wetter kann man es sich draußen unter dem Wasserturm oder mit Blick auf den direkt angrenzenden Westpark gemütlich machen. Die Küche hat eine saisonale Ausrichtung und wechselt täglich ihr Angebot. 

www.jahrhunderthalle-bochum.de/besucher

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Raststationen für Radler

Wer mit dem Rad auf der Route Industriekultur unterwegs ist, freut sich bestimmt über diese (und viele andere) Stationen für eine gemütliche und kraftspendende Rast: 

Pause auf Ewald in Herten

Nette Pauseneinladung: Radler sind willkommen beim Café Ewald, das seit 2009 mit Blick auf Industriekultur seine Gäste bewirtet. Auf dem Doncaster Platz vor dem Förderturm der ehemaligen Zeche Ewald in Herten kann man die Ausflugspause auf der großen Terrasse oder im Glaspavillon bei Kuchen und herzhaften Snacks genießen. Für Gäste mit Hund steht extra eine Hundetränke zur Verfügung und Radler finden natürlich einen Abstellplatz für ihre "Rösser".

Der besondere Tipp

Holger Müller betreibt die beliebteste Erfrischungsstation an der Erzbahntrasse zwischen Bochum und Gelsenkirchen. Während der Radfahrsaison unter freiem Himmel an den Wochenenden im Angebot: Kalte und warme Getränke, prima Grillwurst und lecker Kuchen, Notfallschläuche und Ersatzspeichen.

Standort: Abzweig Kray-Wanner-Bahn.

Zwischen Eisenbahnmuseum
und Henrichshütte

An der Ruhr-Schwimmbrücke zwischen Bochum-Dahlhausen und Essen-Burgaltendorf liegt das Café-Restaurant Zum Ponton. Wer den RuhrtalRadweg zwischen Eisenbahnmuseum und Henrichshütte entlang radelt, landet hier automatisch und trifft ebenso automatisch hunderte andere Radler – und vielleicht noch ein paar Spaziergänger und Paddler. Zwischen März und Oktober werden Kaffee & Kuchen sowie wechselnde warme Speisen serviert.

www.zumponton.de

Bauer Budde am Mechtenberg

Im Städtedreieck Bochum-Essen-Gelsenkirchen, ganz in der Nähe der Halde Rheinelbe lädt die Familie Budde zu sich auf den Bauernhof ein. Radler und Wanderer können Gutes aus Hof und Bauernküche einkaufen und sich bei Kaffee, Tee und selbstgemachtem Kuchen eine Pause gönnen. Kinder lieben die Bauernhoftiere im Streichelzoo und spielen "Bauer" auf den Trettreckern.