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Foto: Michael Tieck/Fotolia

Operette: Frau Luna

Samstag, 13.01.2018
19.30 Uhr

Platz der alten Synagoge, 44137 Dortmund

Revue-Operette von Paul Lincke
Text von Heinrich Bolten-Baeckers

 

Da staunt der Mechaniker Fritz Steppke nicht schlecht, als sich herausstellt, dass der Mann im Mond eigentlich eine Dame ist – und eine piekfeine noch dazu. Der Ausflug im Expressballon hält für die drei Junggesellen aus Berlin so manche Überraschung bereit. Doch weder die Putzkolonne aus Mondelfen noch der lunare Haushofmeister Theophil, weder der pompöse Planetenball noch das spektakuläre Luftballett können die Erkenntnis verhindern, dass es auf dem Mond nicht wirklich anders zugeht als zu Hause. Dafür sorgt nicht zuletzt Frau Pusebach, die sich beherzt an die Fesselleine hängt, um zu verhindern, dass ihr Verlobter Pannecke auf interstellare Abwege gerät.

Nach den Jazz-Operetten von Paul Abraham in den letzten Spielzeiten führt Paul Linckes Frau Luna nun zu den Anfängen der Berliner Operette zurück. Mit dem großen Erfolg der Uraufführung 1899 etablierte Lincke die Operette als das charakteristische Genre der wachsenden Großstadt Berlin. Die Mischung aus Sentiment und Witz, musikalisch gespiegelt in schwungvollen Märschen (Das ist die Berliner Luft) und gefühlvollen Walzern (Schlösser, die im Monde liegen), das bodenständige Personal mitten aus Berlin und eine Handlung, die sich aus einer Alltagssituation entwickelt, sind die Zutaten, die auch die zukünftigen Erfolge des Teams Lincke/Bolten-Baeckers auszeichnen. Für das Produktionsteam um Regisseur Erik Petersen und Ausstatterin Tatjana Ivschina (La Cenerentola, Hänsel und Gretel) bietet die burlesk-fantastische Mondrevue beste Voraussetzungen, ihren fantasievollen und verspielten Stil zu präsentieren – Luftballett inklusive.

Musikalische Leitung: Philipp Armbruster

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