Gesundheitswirtschaft: Größter Arbeitsmarkt
Die Metropole Ruhr zählt zu den dichtesten Kliniklandschaften Europas. Mit 229.000 Beschäftigten stellt die Gesundheitswirtschaft derzeit den größten Arbeitsmarkt in der Region. Gleichzeitig ist die Metropole Ruhr einer der deutschlandweit umsatzstärksten Absatzmärkte für medizinische Güter und Dienstleistungen.
Überdurchschnittliche medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung für die 5,3 Millionen Menschen in der Metropole Ruhr ist auf einem sehr hohen Niveau: 9.000 niedergelassene Ärzte und 127 Krankenhäuser stehen der Bevölkerung zur Verfügung. Die Zahl der großen Krankenhäuser in der Region liegt damit über dem nordrheinwestfälischen Durchschnitt.
Neues Strahlentherapie-Zentrum
Doch nicht nur die Quantität, auch die hohe Qualität zeichnen die Gesundheitslandschaft der Metropole Ruhr aus. Nur ein Beispiel: Krebspatienten können sich ab Frühjar 2010 bei schweren Krebserkrankungen am Universitätsklinikum Essen mit Protonen bestrahlen lassen. Das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen (WPE) ist das einzige seiner Art im Ballungsraum Rhein-Ruhr. Die Protonentherapie ist eine moderne, präzise und äußerst schonende Form der Strahlentherapie mit den geladenen Kernen des Wasserstoffatoms. Diese relativ neue Behandlungsform eignet sich besonders für bestimmte Krebsarten wie beispielsweise Schädelbasistumore, Aderhaut- und Irismelanome oder bestimmte kindliche Tumore.
Verzahnung von Theorie und Praxis
Was die Metropole Ruhr in diesem Kompetenzfeld zudem auszeichnet ist ihre enge Verzahnung von Theorie und Praxis: Viele Einrichtungen der medizinischen Versorgung sind mit denen der Forschung direkt verbunden. Neue Erkenntnisse und Technologien können oftmals rasch am Patienten umgesetzt werden. Hinzu kommen hohe Qualitäten im pflegerischen und sozialwissenschaftlichen Bereich sowie auf dem ingenieurswissenschaftlichen Sektor. Auch in den Lebenswissenschaften Biotechnologie, Medizintechnik, Biomedizin und e-Health sind die Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen der Metropole Ruhr bundesweit vorn mit dabei. Hinzu kommen die Querschnittstechnologien wie Nano-, Mikrosystemtechnik und neue Werkstoffe, die ebenfalls ein großes Innovationspotenzial für die Gesundheitswirtschaft darstellen.
Acht von zehn Studierenden wählen die Metropole Ruhr
Die beeindruckende grundlagen- und anwendungsorientierte Forschungslandschaft in der Metropole Ruhr hat sich längst auch beim angehenden medizinischen Personal durchgesetzt: 80 Prozent der Studierenden der Gesundheitswissenschaften in NRW absolvieren ihr Studium in der Metropole Ruhr. An den Hochschulen in der Region gibt es drei medizinische Fakultäten.
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Über 60 Unternehmen, Krankenhäuser und Forschungseinrichtungen sind im 2007 gegründeten, umfassenden Netzwerk MedEcon vertreten. Die Koordinierungsstelle der Gesundheitswirtschaft an der Ruhr agiert über die lokalen Grenzen von Gemeinden, Städten und Kreisen hinweg und verbindet verschiedene Sektoren der Gesundheitswirtschaft.
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