ICAMS: Forschungsinstitut für Materialwissenschaften

In der Metropole Ruhr werden Werkstoffwissenschaftler bzw. Werkstoffingenieure mit breiter interdisziplinärer Kompetenz ausgebildet, für die in Zukunft großer Bedarf besteht. Im Juni 2008 wurde u. a. dafür das Interdisciplinary Center for Advanced Materials Simulation (ICAMS) eröffnet. Das neue Forschungsinstitut ist der in der Materialforschung erfolgreichen Ruhr-Universität Bochum (RUB) angegliedert. 

Bild: Simulation der Elektronendichte an einer Chrom/Chrom-carbid Grenzfläche. Foto: ICAMS
Simulation der Elektronendichte an einer Chrom/Chrom-carbid Grenzfläche. Foto: ICAMS

Werkstoffe für Schlüsselbranchen

ICAMS verstärkt die Metropole Ruhr maßgeblich als Forschungs- und Produktionsstandort im Werkstoffbereich. Es trägt dazu bei, Wissenschaftler in der Region zu halten bzw. an die Ruhr zu holen und schlägt zugleich eine Brücke zwischen universitärer und industrieller Forschung. National wie international besitzt es ein Alleinstellungsmerkmal.

Schlüsselbranchen wie Fahrzeugtechnik, Umwelt- und Energietechnik oder Fertigungstechnik brauchen neue Werkstoffe, um innovative Entwicklungen auf den Weg bringen zu können. Nur zwei Beispiele: Die Kunststoffe der Zukunft weisen eine höhere mechanische Festigkeit auf oder verändern ihre elektrische Leitfähigkeit. Stahl wird mittels neuer Oberflächentechniken korrosionsbeständiger und kratzfester - und damit zu einem begehrten Werkstoff für modernes Design bei Fassaden oder Haushaltsgeräten.

Interdisziplinäres Arbeiten

Die am ICAMS erarbeiteten Ergebnisse werden über die bloße Entwicklung neuer Werkstoffe hinausragen. Hinter dem Zentrum steht die Idee, dass Fortschritt in der Werkstoffmodellierung nur noch durch interdisziplinäres und skalenübergreifendes Arbeiten möglich ist. Nicht zuletzt deshalb wird ICAMS von den RUB-Fakultäten für Chemie, Mathematik, Maschinenbau und Physik gemeinsam getragen.

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Weitere Informationen

Das ICAMS wird mit 24,2 Millionen Euro gefördert und ist ausgestattet mit drei Stiftungsprofessuren. Das Fördervolumen wird zur einen Hälfte vom Land Nordrhein-Westfalen und zur anderen Hälfte von einem Industriekonsortium unter Federführung von ThyssenKrupp und Beteiligung von Bayer MaterialScience, Bayer Technology Services, Salzgitter Mannesmann und Bosch AG finanziert. 

Kontakt & Infos

ICAMS Ruhr-Universität Bochum
Stiepeler Straße 129
44801 Bochum
Telefon: +49 (0)234.32-29308
Telefax: +49 (0)234.32-14977