Die Region im Blick - Bildungsbericht Ruhr

 Der Bildungsbericht Ruhr wurde vom Regionalverband Ruhr (RVR), der Stiftung Mercator sowie dem Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) der TU Dortmund initiiert und Anfang 2012 von einem mehr als 20 Mitglieder zählenden Wissenschaftlerkonsortium vorgelegt. Er liefert eine umfassende Analyse des Bildungswesens in der Metropole Ruhr. Einen solchen städteübergreifenden Bildungsbericht hatte es bis dahin in Deutschland nicht gegeben. Als Datenbasis dienten amtliche Statistiken, aber auch darüber hinausgehende Daten aus den Kommunen.

Zentrale Ergebnisse des Berichts

Es zeigte sich dabei unter anderem, dass die Metropole Ruhr im Vergleich zum übrigen Nordrhein-Westfalen bei der Ganztagsbetreuung in Schulen vorn liegt. Die wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen im Ruhrgebiet unterscheiden sich jedoch in manchen Aspekten deutlich vom übrigen Land: Vor allem eine hohe Kinderarmut (25 Przent gegenüber  16 Prozent im übrigen Nordrhein-Westfalen) und eine starke Segregation, also Ausgrenzung, haben negativen Einfluss auf die Bildungschancen und den Bildungserfolg von Kindern unter 15 Jahren.

In der Metropole Ruhr liegt zum Beispiel der Anteil der Kinder mit zusätzlichen Sprachförderbedarf durchschnittlich um rund fünf Prozent höher als im übrigen Nordrhein-Westfalen; in einigen Gebieten des Ruhrgebietes benötigen bis zu einem Drittel der Kinder Sprachförderung, wobei auch viele Kinder mit deutscher Familiensprache betroffen sind.

 

Der Bildungsbericht Ruhr als Printversion

Der Bildungsbericht Ruhr ist im Waxmann Verlag erschienen.

Projektpartner

Kontakt & Infos

Regionalverband Ruhr
Referat Bildung und Soziales
Leiterin Claudia Horch
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-564
Telefax: +49 (0) 201 / 2069-500
Stiftung Mercator
Dr. Susanne Farwick
Huyssenallee 46
45128 Essen
Institut für Schulentwicklungsforschung
Technische Universität Dortmund
Vogelpothsweg 78
44227 Dortmund