Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

Forschung findet in der Metropole Ruhr an vielen Einrichtungen statt. Hochschulen und innovative Unternehmen der Region gehören dazu. Der Überblick fasst die wichtigsten außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammen.

Max-Planck-Institute

Nur hochkarätige Forschungseinrichtungen erreichen die Aufnahme in die Max-Planck-Gesellschaft. In der Metropole Ruhr sind gleich drei dieser Institute angesiedelt: das Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie (Dortmund), das Max-Planck-Institut für chemische Energiekonversion und das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung (beide in Mülheim).

Die Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft gelten als "Centres of Excellence" in der Grundlagenforschung. Wissenschaftliche Qualität ist das entscheidende Kriterium bei Berufungen und bei der Förderung von Forschungsprojekten. Leitende Wissenschaftler werden in aller Regel von außen berufen, oft aus dem Ausland. Die Forschungsergebnisse werden grundsätzlich veröffentlicht. Sie sind frei zugänglich.

Mikrotechnologin im Reinraum des Duisburger Fraunhofer-Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme. Foto: RVR/Oberhäuser
Foto: Mikrotechnologin

Fraunhofer-Institute

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist mit ihren 69 Instituten die größte Organisation für angewandte Forschung in Europa. 24.500 Menschen überwiegend mit natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung arbeiten hier. Sie bewegen ein Forschungsvolumen von mehr als 2,1 Milliarden Euro jährlich. Siebzig Prozent davon werden mit Aufträgen aus der Industrie und mit öffentlich finanzierten Forschungsprojekten erwirtschaftet, die restliche Summe wird von Bund und Ländern als Grundfinanzierung beigesteuert. Vier Fraunhofer-Institute finden sich in der Metropole Ruhr: das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML (Dortmund), das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS (Duisburg), das Fraunhofer-Institut Software- und Systemtechnik ISST Institutsteil Dortmund (Dortmund) und das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT (Oberhausen).

Leibniz-Gemeinschaft

Die Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e. V. vereint unter ihrem Dach 91 Einrichtungen, die Forschung betreiben oder wissenschaftliche Infrastruktur bereitstellen. Rund 9.500 Wissenschaftler arbeiten in den Sozial- und Geisteswissenschaften, den Wirtschaftswissenschaften, der Umweltforschung, den Lebenswissenschaften, in der Mathematik, den Natur- und Ingenieurswissenschaften. Der Jahresetat liegt bei über 1,8 Milliarden Euro. Die Einrichtungen betreiben interdisziplinär strategische Forschung mit dem Anspruch wissenschaftlicher Exzellenz und gesellschaftlicher Relevanz. Sie stellen wissenschaftliche Dienstleistungen und eine entsprechende Infrastruktur zur Verfügung und kooperieren mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Mitglieder oder assoziiert sind folgende Einrichtungen in der Metropole Ruhr: das Deutsche Bergbau-Museum Bochum, das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung RWI (Essen), das ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (Dortmund), das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund IfADo (Dortmund) und das Institute for Analytical Sciences ISAS (Dortmund).

Wissenschaftsforum Ruhr

Mehr als 40 Forschungseinrichtungen arbeiten im Wissenschaftsforum Ruhr e. V. zusammen. Es versteht sich als Arbeitsgemeinschaft insbesondere außeruniversitärer Forschungsinstitute im Ruhrgebiet.

Arbeitsschwerpunkte, thematische Perspektiven und Formen der Zusammenarbeit werden dabei kollegial entwickelt.

www.wissenschaftsforum-ruhr.de