Wissenschaftsorganisation und -förderung

Er­fol­ge in For­schung und Lehre sind kein Zu­fall. Wis­sen­schaft muss or­ga­ni­siert wer­den - und be­zahlt. Im Ruhr­ge­biet gibt es bun­des­weit be­deut­sa­me Ein­rich­tun­gen der For­schungs­för­de­rung und der Wis­sen­schafts­ad­mi­nis­tra­ti­on. Sie ste­hen sel­ten im Ram­pen­licht, sor­gen aber dafür, dass für an­de­re genug Schein­wer­fer da sind und die Strom­rech­nung be­zahlt wer­den kann. Auch Unternehmen engagieren sich für die Wissenschaftslandschaft der Metropole Ruhr.

Für die Organisation und Finanzierung in der Wissenschaft gibt es verschiedene Einrichtungen. Foto: Lichtblick
Foto: Wisschenschaftsorganisation und -förderung

Stiftungen und Stifter

Der in Essen an­säs­si­ge Stif­ter­ver­band für die Deut­sche Wis­sen­schaft, eine Ge­mein­schafts­ak­ti­on der Wirt­schaft, bün­delt bun­des­weit die Ak­ti­vi­tä­ten von 3.000 Un­ter­neh­men, Ver­bän­den, Stif­tun­gen und Pri­vat­per­so­nen zur För­de­rung von Wis­sen­schaft, For­schung und Bil­dung.

Große För­de­rer der Wis­sen­schaft sind im Ruhr­ge­biet be­hei­ma­tet. Zwei Bei­spie­le: Die Al­fried Krupp von Boh­len und Hal­bach-Stif­tung lobt einen För­der­preis für junge Hoch­schul­leh­rer aus, in­iti­iert Stif­tungs­pro­fes­su­ren und ver­gibt Sti­pen­di­en. Die Stif­tung Mer­ca­tor un­ter­stützt und in­iti­iert Pro­jek­te für bes­se­re Bil­dungs­mög­lich­kei­ten an Schu­len und Hoch­schu­len. Sie för­dert Welt­of­fen­heit und To­le­ranz durch in­ter­kul­tu­rel­le Be­geg­nun­gen und regt den Aus­tausch von Wis­sen und Kul­tur an.

Eine besondere Rolle bei der Wissenschaftsförderung nimmt auch der Initiativkreis Ruhr e. V. ein.

Initiativkreis Ruhr

Der Initiativkreis Ruhr ist ein Zusammenschluss von rund 70 führenden Unternehmen. Sie beschäftigen zusammen rund 2,25 Millionen Menschen weltweit und erzielen rund 630 Milliarden Euro Umsatz. Ihre Führungskräfte engagieren sich im Initiativkreis, um die Metropole weiterzuentwickeln; im Jahr 2030 soll sie Modellregion für die nachhaltige Lösung globaler Herausforderungen sein. Wissenschaft spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Ziel des vom Initiativkreis initiiierten "Innovationspakts Ruhr" ist, den Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den nächsten Jahren zu verdoppeln. Neben dieser Selbstverpflichtung von Landesregierung, Unternehmen und Forschungseinrichtungen sollen konkrete Projekte umgesetzt werden. Als erste Maßnahme brachte der Initiativkreis Ruhr den mit 50.000 Euro dotierten Ruhr2030 Award ein, mit dem jährlich eine Innovation ausgezeichnet wird.

Die Metropole Ruhr soll nach dem Willen des Initiativkreises zum Innovationstreiber für Energieeffizienz und CO2-Minderung werden. Um die Innovationen aus dem Bereich Energie-Erzeugung und -Effizienz besser zu vermarkten, soll ihre praktische Umsetzbarkeit unter dem Titel "InnovationCity Ruhr" in Bottrop demonstriert werden.