Forschungskompetenz Energie
Das Know-how der Metropole Ruhr in Sachen Energie ist über Generationen gewachsen. Heute arbeiten hier rund 80.000 Menschen im Bereich Energieversorgung und Energietechnik. Sie gehen nicht mehr nur in die Tiefe, um Steinkohle abzubauen – nun suchen Wissenschaftler dort nach Möglichkeiten, Grubengas und Erdwärme zu nutzen. An der von der Bundesregierung im März 2011 verkündeten Energiewende wird hier schon lange gearbeitet.
Neues entdecken - Vorhandenes optimieren
Denn auch weitere alternative Energiequellen und neue Technologien werden erforscht, dazu Möglichkeiten, vorhandene Energieträger durch Einsparung, Effizienzsteigerung und bessere Speicherung zu optimieren. Öffentliche Einrichtungen und Industrie arbeiten dabei fachübergreifend zusammen. So treibt Deutschlands größter Stromerzeuger RWE die Einführung des Elektro-Autos voran und hat hierfür Wissenschaftler und 35 Regionalversorger als Partner gewonnen. Der Konzern arbeitet an Konzepten, die Batterien von vielen Elektro-Fahrzeugen bei deren Stillstand als Zwischenspeicher zu nutzen, wenn durch die erneuerbaren Energien gerade ein Überschuss an Strom im Netz vorhanden ist. Ist der Strombedarf wieder größer als die erzeugte Strommenge, kann der benötige Strom aus den Autobatterien zurückgeholt werden. RWE ist überdies im November 2011 in das Geschäft mit Kleinstkraftwerken für Einfamilienhäuser eingestiegen. Forscher an der Ruhr-Uni und am Oberhausener Fraunhofer-Institut UMSICHT untersuchen die Biogas-Produktion aus Algen und neue Verwertungsmöglichkeiten für Biomasse.
International relevante Fachveranstaltungen
Hochkarätige Fachveranstaltungen in der Metropole Ruhr ziehen Experten aus aller Welt an. So wird in Essen seit 2001 die wichtigste integrierte europäische Energiemesse E-world energy & water ausgerichtet. Der Geothermiekongress brachte 2011 Fachleute aus aller Welt nach Bochum. 2010 fand der World Hydrogen Energy Congress in Essen statt.




