Interkulturalität erforschen

Masuren, Polen, Italiener, Spanier, Türken und viele andere Einwanderer prägen das Revier seit 150 Jahren. Interkulturalität und Globalisierung lassen sich hier seit Generationen studieren. Aus der Entwicklung des Ruhrgebiets können andere Regionen lernen.

Die Ruhrgebietsforschung etwa im Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung ZEFIR an der Ruhr-Universität oder im Bochumer Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, wo die Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets und das Institut für soziale Bewegungen beheimatet sind, ist darum mehr als heimatkundliche Selbstvergewisserung. Das 2010 eröffnete Ruhr Museum zieht weit über die Region hinaus das Interesse auf sich. An der Universität Duisburg-Essen ist "Wandel von Gegenwartsgesellschaften" ein Profilschwerpunkt. Was den "Sozialraum Stadt" ausmacht, untersuchen unter anderem Deutschlands älteste Raumplanungs-Fakultät (TU Dortmund) und das benachbarte Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS).

Deutsch-türkischer Austausch

Eine Viertelmillion Türken lebt in der Metropole Ruhr. Kein Wunder, dass hier die wichtigste wissenschaftliche Einrichtung des deutsch-türkischen Austauschs beheimatet ist: Die Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung hat den Auftrag, den Wissensstand über die Türkei und die türkischen Einwanderer – und solche aus anderen Herkunftsländern – in der deutschen Öffentlichkeit zu stärken.

Das Zentrum organisiert den wissenschaftlichen Austausch und kulturelle Kooperationen zwischen der Türkei und vielen europäischen Staaten. Viele der bisher 200 Projekte sind praxisnah angelegt wie etwa Studien zu interkulturellen Konflikten oder zum Ausbildungspotenzial in türkischen Unternehmen in Deutschland.

Kontakt & Infos

Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung
(Institut an der Universität
Duisburg-Essen)
Altendorfer Straße 3
45127 Essen
Telefon: +49 (0)201.31 98-0
Telefax: +49 (0)201.31 98-333
ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung
Brüderweg 22–24
44135 Dortmund
Telefon: +49 (0)231.9051-0
Telefax: +49 (0)231.9051-155
Haus der Geschichte des Ruhrgebiets
Clemensstraße 17-19
44789 Bochum
Telefon: +49 (0)234.32-26355

Das Kulturhauptstadt-Jahr RUHR.2010 widmete den Programmbereich Migration, Literatur und Geschichtskultur u. a. dem vielfältigen interkulturellen Leben in der Metropole Ruhr.

An der Universität Duisburg-Essen ist "Wandel von Gegenwartsgesellschaften" ein Profilschwerpunkt.

www.ruhr2010.de
www.uni-due.de