Kinder forschen im Schülerlabor
Wäre es nicht toll, schon als Grundschüler Forscher zu treffen und gemeinsam zu experimentieren? Das geht tatsächlich: im Schülerlabor. Rund 50 Schülerlabore gibt es in NRW, mehr als ein Dutzend in der Metropole Ruhr.
Mission zum Mars startet in Dortmund
Besonders spannend ist ein Besuch an der Technischen Universität Dortmund. Welche Informationen stecken im Licht der Sterne? Wie helfen Roboter im Garten? Solchen Fragen können Schulklassen seit Ende 2008 im Schülerlabor der TU nachgehen. Experimente zur Schwerelosigkeit oder zur Brennstoffzelle schaffen Aha-Erlebnisse. 2010 konnten Nachwuchs-Wissenschaftler hier sogar eine "Mission zum Mars" am DLR-Schülerlabor (DLR_School_Lab) planen. Schüler der Mittel- und Oberstufe bauten dabei z. B. einen Roboter, "landeten" virtuell auf dem Roten Planeten und steuerten den Roboter durch eine nachgebildete Marslandschaft.
Schülerlabor Geisteswissenschaft
Die Ruhr-Universität Bochum nimmt bundesweit eine Sonderstellung ein: Als erste Hochschule in Deutschland gründete sie Ende 2009 ein Schülerlabor für Geisteswissenschaften. Zehn Fakultäten tragen das Alfried-Krupp-Schülerlabor. Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung unterstützt das Projekt mit 100.000 Euro, die gleiche Summe gibt die Hochschule dazu.
Bis zu 2.500 Schüler jährlich können sich auf dem Campus mit geisteswissenschaftlichen Themen auseinandersetzen. Dabei lernen sie das wissenschaftliche Arbeiten, etwa die Nutzung von Bibliotheken und Archiven. Darüber hinaus sind Kooperationen mit umliegenden Museen und Archiven geplant sowie mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen.
Neue Standorte
Als Dachorganisation aller Schülerlabore fungiert das Projekt Lernort Labor. Die NRW-Landesinitative "Zukunft durch Innovation" (zdi) unterstützt die Gründung neuer Schülerlabore und die Modernisierung bereits bestehender. Standorte in der Metropole Ruhr sind unter anderem Bochum, Dortmund, Duisburg und Mülheim.





