20 Hochschulen, 500 Studiengänge, unbegrenzte Möglichkeiten

Die Metropole Ruhr hat heute die dichteste Hochschullandschaft Europas – und eine der jüngsten. Denn die erste Universität der Region, die Ruhr-Universität in Bochum, wurde erst 1962 gegründet. Seither muss die Metropole Ruhr Akademiker nicht mehr importieren. Sie bildet sie in rund 500 Studiengängen aus an mittlerweile fünf Universitäten, einer Kunsthochschule und 15 weiteren Hochschulen, darunter der einzigartigen Hochschule für Gesundheit.

Foto: Studierende sitzen vor Hochschulgebäuden auf der Wiese.
Die Ruhr-Uni war die erste Universität der Metropole Ruhr, erbaut oberhalb des grünen Ruhrtals. Foto: Pressestelle RUB.

Junge Hochschulen

Duisburg hatte bereits 1655 bis 1818 eine Universität. Doch die die meisten Hochschulgründungen sind Ergebnis der Bildungsreform der 1960er und 1970er Jahre: 1962 wurde die Ruhr-Universität in Bochum gegründet, 1968 die Universität Dortmund, 1972 die Gesamthochschulen in Duisburg und Essen. 2008 gab die Landesregierung bekannt, die zehn bestehenden öffentlich-rechtlichen und privaten Fachhochschulen um drei weitere zu ergänzen: "Hamm-Lippstadt" in Hamm und Lippstadt, "Rhein-Waal" in Kleve und Kamp-Lintfort sowie "Ruhr West" in Mülheim und Bottrop. Im September 2010 nahm zudem auf dem Bochumer Gesundheitscampus die bundesweit erste Hochschule für Gesundheit den Lehrbetrieb auf.

Foto: Skulpturengruppe
Die spektakulären Kunstsammlungen der Ruhr-Uni können von jedermann besichtigt werden. Foto: Pressestelle RUB

Einzigartige Unis

1974 gründete das Land Nordrhein-Westfalen die einzige staatliche Fernuniversität Deutschlands in Hagen; sie ist mit rund 60.000 Studierenden die größte deutsche Universität, hier machten unter anderem Guido Westerwelle, Oliver Bierhoff und Ulla Schmidt ihre Abschlüsse. 1983 nahm Deutschlands erste Privatuniversität den Studienbetrieb auf, die Universität Witten-Herdecke. Die Folkwang Universität in Essen-Werden lehrt Musik, Theater, Tanz und Gestaltung.

Ständige Weiterentwicklung, enge Zusammenarbeit

Die Universitäten der Metropole Ruhr entwickeln sich ständig weiter. Das schlägt sich auch in den Namen nieder. Die Dortmunder Hochschule verlieh ihrem starken naturwissenschaftlich-technischen Profil 2007 Ausdruck durch die Umbenennung in Technische Universität Dortmund. Die mittlerweile in Universität-Gesamthochschule Essen und Gerhard-Mercator-Universität umbenannten Hochschulen in Essen und Duisburg fusionierten 2002. Die Universität Duisburg-Essen arbeitet mit der Technischen Universität Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum in der Universitätsallianz Metropole Ruhr zusammen.

Auch lokal kooperieren die Hochschulen. Markantes Beispiel: Sechs Bochumer Hochschulen haben Ende 2011 vereinbart, unter dem Titel "UniverCity" gemeinsame Veranstaltungen zu organisieren wie Hochschulball und Kinderuni.

Dialog Wissenschaft und Kunst

Von der Folkwang Universität der Künste erwarten Sie Kulturveranstaltungen - zu Recht. Doch auch andere Hochschulen bieten ein Kulturprogramm, oft organisiert von Studierenden. Ein umfassender Überblick hätte den Umfang einer Masterarbeit, hier nur einige Highlights:

TU und FH Dortmund beziehen gemeinsam eine Etage im Dortmunder U, dem neuen Zentrum für Kunst und Kreativität und vernetzen so Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur.

Die Uni Duisburg-Essen war 1975 die erste in Deutschland, an der ein "poet in residence" Vorlesungen hielt. Die Reihe wird bis heute fortgesetzt; bisher kamen Günter Grass, Martin Walser und viele andere.

Die Ruhr-Uni Bochum profitiert nicht nur von eigenen Kunstsammlungen und einem kulturell höchst aktiven Akademischen Förderungswerk, hier erklingen auch Orgelkonzerte im Audimax.

Nur ein Tipp noch: Weil die Hochschulen der Metropole Ruhr überwiegend in den 1960er, 1970er Jahren entstanden, gibt es hier überdurchschnittlich viel