Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen

Wer wo auch immer in Deutsch­land stu­die­ren wollte, der kam über viele Jahre ziem­lich si­cher mit einer Dort­mun­der Ein­rich­tung in Kon­takt: mit der Zen­tral­stel­le für die Ver­ga­be von Stu­di­en­plät­zen. Heute heißt sie Stiftung für Hochschulzulassung, ver­hilft aber immer noch Stu­di­en­in­ter­es­sierten in den Hörsaal: in einem bun­des­wei­ten Ver­fah­ren für die Studiengänge Medizin, Pharmazie, Tiermedizin, Zahnmedizin; als Dienstleistung für Studienangebote in örtlichen Auswahlverfahren nach den Vorgaben von Hochschulen.

Wissenschaftsorganisation und -förderung

Er­fol­ge in For­schung und Lehre sind kein Zu­fall. Wis­sen­schaft muss or­ga­ni­siert wer­den - und be­zahlt. Im Ruhr­ge­biet gibt es bun­des­weit be­deut­sa­me Ein­rich­tun­gen der For­schungs­för­de­rung und der Wis­sen­schafts­ad­mi­nis­tra­ti­on. Sie ste­hen sel­ten im Ram­pen­licht, sor­gen aber dafür, dass für an­de­re genug Schein­wer­fer da sind und die Strom­rech­nung be­zahlt wer­den kann. Auch Unternehmen engagieren sich für die Wissenschaftslandschaft der Metropole Ruhr.

Bild: Frau mit Büchern auf dem Kopf
Wissenschaft muss auch finanziell gestemmt werden. Institutionen in der Metropole Ruhr kümmern sich darum. Foto: RVR/Lichtblick

Stiftungen und Stifter

Der in Essen an­säs­si­ge Stif­ter­ver­band für die Deut­sche Wis­sen­schaft, eine Ge­mein­schafts­ak­ti­on der Wirt­schaft, bün­delt bun­des­weit die Ak­ti­vi­tä­ten von 3.​000 Un­ter­neh­men, Ver­bän­den, Stif­tun­gen und Pri­vat­per­so­nen zur För­de­rung von Wis­sen­schaft, For­schung und Bil­dung.

Große För­de­rer der Wis­sen­schaft sind im Ruhr­ge­biet be­hei­ma­tet. Zwei Bei­spie­le: Die Al­fried Krupp von Boh­len und Hal­bach-​Stif­tung lobt einen För­der­preis für junge Hoch­schul­leh­rer aus, in­iti­iert Stif­tungs­pro­fes­su­ren und ver­gibt Sti­pen­di­en. Die Stif­tung Mer­ca­tor un­ter­stützt und in­iti­iert Pro­jek­te für bes­se­re Bil­dungs­mög­lich­kei­ten an Schu­len und Hoch­schu­len. Sie för­dert Welt­of­fen­heit und To­le­ranz durch in­ter­kul­tu­rel­le Be­geg­nun­gen und regt den Aus­tausch von Wis­sen und Kul­tur an.

Eine besondere Rolle bei der Wissenschaftsförderung nimmt auch der Initiativkreis Ruhr e. V. ein.

Initiativkreis Ruhr

Der Initiativkreis Ruhr ist ein Zusammenschluss von rund 70 führenden Unternehmen. Sie beschäftigen zusammen rund 2,25 Millionen Menschen weltweit und erzielen rund 630 Milliarden Euro Umsatz. Ihre Führungskräfte engagieren sich im Initiativkreis, um die Metropole weiterzuentwickeln; im Jahr 2030 soll sie Modellregion für die nachhaltige Lösung globaler Herausforderungen sein. Wissenschaft spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Ziel des vom Initiativkreis initiiierten "Innovationspakts Ruhr" ist, den Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den nächsten Jahren zu verdoppeln. Neben dieser Selbstverpflichtung von Landesregierung, Unternehmen und Forschungseinrichtungen sollen konkrete Projekte umgesetzt werden. Als erste Maßnahme bringt der Initiativkreis Ruhr den mit 50.000 Euro dotierten Ruhr2030 Award ein, mit dem jährlich eine Innovation ausgezeichnet wird.

Die Metropole Ruhr soll nach dem Willen des Initiativkreises zum Innovationstreiber für Energieeffizienz und CO2-Minderung werden. Um die Innovationen aus dem Bereich Energie-Erzeugung und -Effizienz besser zu vermarkten, soll ihre praktische Umsetzbarkeit unter dem Titel "InnovationCity Ruhr" in Bottrop demonstriert werden. In einem "Innovationsatlas Ruhr" hat der Initiativkreis  Innovationen mit CO2-Minderungspotenzial seiner Mitgliedsunternehmen zusammengetragen.

Spitzenmedizin im Ruhrgebiet

Einen Schwer­punkt setzt der In­itia­tiv­kreis Ruhr im Be­reich Me­di­zin. Sein Pro­jekt "Spit­zen­me­di­zin im Ruhr­ge­biet" för­dert und ver­netzt her­aus­ra­gen­de me­di­zi­ni­sche Pro­jek­te der Re­gi­on. Seit 2004 bringt er den  Klinik-Führer Rhein-Ruhr her­aus. Das Buch hilft Pa­ti­en­ten, die rich­ti­ge Kli­nik zu wäh­len. Über 80.​000 verkaufte Exemplare und mehr als 2,5 Millionen Besucher auf der Internetseite sprechen für den Erfolg des Nachschlagewerks. Im Mai 2010 erschien es in der vierten Auflage.

Kli­nik-​Füh­rer Rhein-​Ruhr