Ternscher See

Schon der münstersche Fürstbischof Clemens-August wollte das Münsterland mit der Nordsee über einen Kanal verbinden, die dann erst 1899 zu­stan­de kam: von Dort­mund bis Emden als Dort­mund-Ems-Ka­nal.

Geschichte des Kanals

Für das Zustandekommen des Kanals sorgte die Konkurrenz der englischen Kohle gegenüber der Kohle des Ruhrgebietes, die war für den nötigen wirtschaftlichen Druck verantwortlich. In den 20er Jahren hatte sich die Tonnage der Schiffe derartig vergrößert, dass der Dortmunder Raum gegenüber der Rheinschiene ins Hintertreffen geriet. Während nämlich auf dem Rhein 2.500-Tonnen-Schiffe verkehrten, ließ der Dortmund-Ems-Kanal nur 750-Tonnen-Schiffe zu. So wurde der Dortmund-Ems Kanal Anfang der 30er Jahre ausgebaut, zum größten Teil mit Spundwänden, aber wo Flüsse die Strecke kreuzen - wie bei Olfen die Stever - mussten völlig neue Kanalführungen gebaut werden.

Interessante Funde und viele Freizeitmöglichkeiten

Beim Bau dieser ,"neuen Fahrt" in Olfen entstand der Ternscher See. Man hat beim Ausbaggern nicht nur Erde und Sand gefunden, sondern auch Fossilien wie z.B. Mammutstoßzähne, Rhinozerosschädel und Rentierknochen. Der See mit einer Wasserfläche von circa 15 Hektar dessen tiefste Stelle bei circa 9 Meter liegt hat keine Zu- oder Abflüsse in Form von durchfließenden oder mündenden Bächen, sondern wird aus Bodenquellen vom Grundwasser gespeist. Beim "Anschneiden" dieser Bodenquellen ist der See seinerzeit unbeabsichtigt beziehungsweise zu diesem Zeitpunkt ungewollt entstanden. Dabei soll das Wasser so schnell aufgelaufen sein, dass man Schienen, Loren und anderes Gerät gar nicht mehr entfernen konnte, so dass sie noch auf dem Seegrund liegen sollen. Der See selbst sowie das ganze umliegende Gelände befinden sich in Privateigentum. Erst nach dem Krieg wurde der Ternscher See zum überregionalen Badegewässer. Mindestens seit Anfang der 50er Jahre besteht die Badeanstalt am Süd-Ost-Ufer, damals als ,"Strandbad" bezeichnet. Zwei Gaststätten sind schon seit den 50er Jahren da. Und dann setzte auch die Besiedlung mit sogenannten Wochenendhäusern ein und ein Campingplatz entstand.

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Lage in der Metropole Ruhr

SEHENSWERTES IN SELM

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Kontakt & Infos

Seepark Ternsche
Strandweg 7
59379 Selm
Telefon: +49 (0) 2592 / 9172-10
Telefax: +49 (0) 2592 / 9172-11