Parks & Gärten im Emscher Landschaftspark

Irland im Ruhrgebiet: der Erin Park in Castrop-Rauxel

Ein Ire gründete 1866 in Castrop-Rauxel eine Zeche und gab ihr den keltischen Namen seiner Heimat "Erin". Und damit die Castroper ein wenig mehr von der "grünen Insel" erführen, schenkte er ihnen eine Naturhindernisbahn, auf der bis 1970 Pferderennen nach irischer Art stattfanden.

Irische Landschaftskonturen und deren schroffe Gegensätze für den Park auf dem kahl sanierten Gelände der 1983 stillgelegten Zeche aufzugreifen, verstand sich für die Landschaftsarchitekten daher von selbst.

Hier der farbige, mediterrane Süden, dort der karge, hügelige Norden, fast baumlos und durchzogen von geschichteten Steinmauern - ähnlich kontrastreich präsentiert
sich heute der rund 40 Hektar große Dienstleistungs-, Gewerbe- und Landschaftspark nahe der Castroper Altstadt. Der strengen, geometrischen Formensprache der Gebäude antwortet ein üppig gestalteter Landschaftsraum, der von zwei Wegeachsen durchkreuzt wird. Hauptweg von Ost nach West ist der Erin-Boulevard, begleitet von einem 500 Meter langen Wasserband, das sich mit wachsender Entfernung von der City aus seinem steinernen Bett löst und als naturnah mäandernder Bach in einem Regenauffangbecken mündet.
Gespeist wird das Band aus dem Obercastroper Bach, der im Rahmen des ökologischen Umbaus des Emscher-Systems in einen Reinwasserlauf zurückverwandelt wurde. Im dichten Schilfgras brüten Wasservögel, und über dem klaren, fischreichen Gewässer schwirren Libellen. Höhepunkt des Weges ist der Durchstich durch einen Irlands Norden nachempfundenen Höhenzug, begrünt mit Ruderalvegetation und von Bruchsteinmauern überzogen.

Wahrzeichen des Erin Parks ist das 70 Meter hohe, von der Kahlsanierung verschonte Fördergerüst Schacht 7, nachts stimmungsvoll durch das Lichtkunstwerk "Nacht-Tag-Panorama" illuminiert. 

Lage in der Metropole Ruhr

Kontakt & Infos

Stadt Castrop-Rauxel
Abteilung Stadtentwicklung
Erin Park
Erinstraße
44575 Castrop-Rauxel
Telefon: +49 (0) 2305 / 10628-91
E 7° 18' 0,6'' N 51° 32' 48,7''

Nacht-Tag-Panorama

Der Förderturm "auf Erin" wird nachts zur illuminierten Landmarke. Das Beleuchtungskonzept "Nacht-Tag-Panorama" von Georg Kiefer und Manfred Walz setzt die Gebäude farbig ins rechte Licht. Auf gute Nachbarschaft: Das Licht wurde so ausgerichtet, dass nachtaktive Tiere nicht gestört werden.

Detailkarte