Ruhr-Athleten kämpfen bei Premiere der European Championships um EM-Titel

Im Sommer 2018 feiert ein neues internationales Multisport-Event seine Premiere. Bei den European Championships vom 2. bis zum 12. August werden die Europameisterschaften von sieben Sportarten gleichzeitig in zwei Städten ausgetragen. Bei den Titelkämpfen in Berlin und Glasgow sind auch 37 Athletinnen und Athleten aus der Sportmetropole Ruhr am Start.

Die Bahnradsportler vom Hagener Team Heizomat rad-net.de gehen bei der EM in Glasgow im Sir Chris Hoy Velodrome an den Start. Foto: Michael Deines/Promediafoto
Die Bahnradsportler gehen bei der EM in Glasgow im Sir Chris Hoy Velodrome an den Start. Foto: Michael Deines/Promediafoto

Radsportler geben zuerst Vollgas

Elf Tage lang geht es für rund 4.500 Aktive aus 52 Nationen in der Leichtathletik, im Rudern, Schwimmen, Radsport, Turnen, Triathlon und Golf in insgesamt 188 Medaillenentscheidungen um Gold, Silber und Bronze. Die Leichtathleten treffen sich zu ihrem EM-Wettkampf im Berliner Olympiastadion, alle anderen Wettbewerbe werden im schottischen Glasgow ausgerichtet. Die Teilnehmer aus dem Ruhrgebiet treten in vier verschiedenen Sportarten an. Als erste sind ab dem 2. August die Ruderer und die Radsportler im Einsatz, bei denen am Auftakttag einige Vorentscheidungen auf dem Programm stehen. Das Hagener Team Heizomat rad-net.de ist mit fünf Bahnradsportlern vertreten, nachdem der gebürtige Unnaer Lucas Liß die Reise nach Schottland kurzfristig nicht antrat. Dafür gehen seine Teamkollegen Theo Reinhardt, Domenic Weinstein, Nils Schomber, Maximilian Beyer und Leon Rohde in Glasgow an den Start. Sowohl auf der Bahn als auch auf der Straße tritt Charlotte Becker in die Pedale, die in Datteln geboren wurde und für das Team Hitec Products fährt. Radprofi Rick Zabel vom Team Katusha Alpecin, der in Unna zur Welt kam, bestreitet ebenfalls ein Straßenrennen. Das Aufgebot des Bundes Deutscher Radfahrer komplettiert der Mountainbiker Ben Zwiehoff vom MSV Essen-Steele 2011, der in der Disziplin Cross-Country teilnimmt.

Der Deutschland-Achter will seinen EM-Titel in Schottland verteidigen. Foto: Detlev Seyb
Deutschland-Achter will seinen EM-Titel in Schottland verteidigen. Foto: Detlev Seyb

Wassersportler hoffen auf Erfolgswelle

Zu den absoluten Topfavoriten auf einen EM-Titel gehört der Deutschland-Achter, der seinen Heimathafen im Dortmunder Ruderleistungszentrum am Dortmund-Ems-Kanal hat und amtierender Welt- und Europameister ist. Zur Besatzung des Flaggschiffes des Deutschen Ruderverbandes gehören Malte Jakschik vom Ruderverein Rauxel 1922, Johannes Weißenfeld vom Ruderclub „Westfalen“ Herdecke 1929, Jakob Schneider vom Essener Ruderklub am Baldeneysee sowie Schlagmann Hannes Ocik, Richard Schmidt, Torben Johannesen, Maximilian Planer, Felix Wimberger und Steuermann Martin Sauer. Außerdem steht der gebürtige Oberhausener Eric Johannesen, der gemeinsam mit Schmidt und Sauer 2012 in London Achter-Olympiasieger wurde, im Strathclyde Country Park in North Lanarkshire als Ersatzmann bereit.
Endlich einmal wieder internationale Erfolge wünschen sich auch die Schwimmer, bei denen die Startgemeinschaft Essen stark vertreten ist. Angeführt wird das Essener Quintett vom fünffachen Deutschen Meister 2018 und Freistilspezialisten Damian Wierling aus Mülheim an der Ruhr. Begleitet wird er von seinen Vereinskameraden Poul Zellmann, Marius Kusch, Maximilian Pilger sowie von Freiwasserschwimmerin Jeanette Spiwoks, die in den See Loch Lomond springt. Ebenfalls aufs Becken ist dagegen die Deutsche Meisterin über die 200-Meter-Brustsstrecke Jessica Steiger vom VfL Gladbeck 1921 spezialisiert. Das gilt auch für die beiden jungen Synchronschwimmerinnen Johanna Bleyer und Daniela Dachtler von den Freien Schwimmern Bochum.

Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz (links) vom TV Wattenscheid 01 peilt bei der Heim-EM im Berliner Olympiastadion eine Medaille an. Foto: DLV/Theo Kiefner
Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz vom TV Wattenscheid 01 will bei der Heim-EM im Berliner Olympiastadion eine Medaille gewinnen. Foto: DLV/Theo Kiefner

Leichtathleten mit Medaillenchancen

Das größte EM-Aufgebot aller Ruhrgebietsvereine stellt der TV Wattenscheid 01 mit neun Leichtathletinnen und -athleten, deren Wettkämpfe in Berlin erst am 6. August beginnen. Die besten Chancen auf Edelmetall haben Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz, die bei den Weltmeisterschaften im Vorjahr überraschend die Bronzemedaille gewann, sowie Diskuswerfer Daniel Jasinski, der sich bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 sensationell Bronze holte. Weitere Wattenscheider Starter im Olympiastadion sind die 100-m-Staffelsprinter Keshia Kwadwo und Robert Hering, Hürdensprinter Erik Balnuweit, 200-m-Sprinter Robin Erewa, 1.500-m-Läufer Marius Probst, Marathonläuferin Laura Hottenrott und Weitspringerin Sosthene Taroum Moguenara. Die LG Olympia Dortmund schickt ihren 400-m-Läufer Torben Junker ins EM-Staffelrennen. Im Blickpunkt steht außerdem die schnellste Frau Deutschlands Gina Lückenkemper, die bis Jahresbeginn noch Junkers Dortmunder Vereinskollegin war. Die gebürtige Hammerin tritt jetzt für den TSV Bayer 04 Leverkusen an und peilt über 100 Meter im Einzelrennen und in der Staffel wie 2017 eine Zeit unter elf Sekunden an.

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Ergebnisse European Championships 2018

Wer startet in welcher Disziplin? Wer schafft den Sprung aufs Treppchen? Wer ist bei den European Championships erfolgreich? Unsere Übersicht gibt Auskunft:

European Championships Medaillenspiegel...

...für die Sportmetropole Ruhr

Gold   SilberBronze
233

Stand:   12. August 2018