IGA Metropole Ruhr 2027 gewinnt weiter an Kontur

Seit dem 10. Juli liegt der Beschluss des Landeskabinetts vor, die IGA Metropole Ruhr 2027 grundsätzlich zu unterstützen und zu begleiten. In der gleichen Woche noch trafen sich 60 Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte sowie die Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR) mit den zuständigen beiden Landesministerien (Städtebau und Umwelt) zur Vorbereitung der Gartenausstellung.

Im nächsten Schritt müssen alle Parteien den Projekt- und Finanzplan weiter qualifizieren. Dazu findet Ende August ein erster Termin mit dem interministeriellen Arbeitskreis statt.

RVR, Kommunen und Land treten gemeinsam in die Konkretisierungsphase

Getragen werden soll die IGA Metropole Ruhr 2027 vom RVR, den 53 Kommunen und vier Kreisen des Ruhrgebiets sowie der Emschergenossenschaft gemeinsam mit dem Land NRW. Der RVR hat zusammen mit der Emschergenossenschaft die Bewerbung initiiert und durchgeführt. Ende 2016 hat die Metropole Ruhr den Zuschlag von der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) bekommen. Anschließend hat der Verband in Abstimmung mit den Kommunen einen vorläufigen Projekt- und Finanzplan erstellt. Bis Ende September 2018 soll verbindlich über Projektinhalte und Finanzierung entschieden werden.

IGA-Konzept

Das von der Bürogemeinschaft Sinai (Berlin), scheuvens + wachten (Dortmund) und Imorde (Münster/Berlin) entwickelte IGA-Konzept sieht ein dezentrales Großereignis vor, das auf drei Ebenen realisiert werden kann: Sechs "Zukunftsgärten" inklusive dreier Leistungsschauen des Gartenbaus sollen auf der esten Ebene als Hauptinvestitions- und Haupteventstandorte (Hotspots) fungieren und umweltbezogene Kernfragen zu Gärten, Umwelt, Klima und Energie begreifbar machen.

Kostenpflichtig soll der Besuch der Zukunftsgärten Emscher Nordwärts in Dortmund, Duisburger Rheinpark und Nordsternpark Gelsenkirchen samt Umfeld in Richtung Schurenbachhalde sein. Drei weitere kostenfreie Zukunftsgärten sollen im Kreis Recklinghausen ("Emscherland"), im Kreis Unna ("Freizeit und Erholung an Lippe und Kanal") sowie an der Emschermündung im Kreis Wesel entstehen.

Auf der zweiten Ebene ("Unser Garten") werden kommunale Projekte realisiert und die schönsten vorhandenen Parks und Gärten in der Region präsentiert. Im Rahmen dieser Ausstellungsebene werden zahlreiche Grünflächen aufgewertet und über Themenrouten verbunden. Eine Prioritätensetzung und Auswahl der Projekte sollen bis Mitte 2018 gemeinsam mit der Politik im RVR erfolgen.

Die vielen nachbarschaftlichen Grüninitiativen von Menschen aus dem Ruhrgebiet wie Urban-Gardening-Projekte erhalten auf der dritten Ebene unter dem Schlagwort "Mein Garten" ein Forum.

Finanzierung

Im Rahmen der IGA 2027 sollen 200 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert werden, für die Durchführung besteht ein Zuschussbedarf von 45 Millionen Euro. Aktuelle sehr zurückhaltende und konservativ gerechnete Besucherprognosen gehen von etwa 2,6 Millionen Besuchern aus, laut Machbarkeitsstudie könnte die Internationale Gartenschau sogar bis zu fünf Millionen Besucher anlocken.

Kontakt & Infos

Regionalverband Ruhr
Referat Regionalpark/Emscher Landschaftspark/Freiraumsicherung
Referatsleiter
Horst Fischer
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-0
Teamleiterin
Parkstationen / Pflegemanagement ELP
Dr. Anne Budinger
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-413

Arbeitskreis
Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027

Extranet mit passwortgeschütztem Bereich

Weitere Informationen

Getragen werden soll die Internationale Gartenausstellung von den 53 Kommunen und vier Kreisen der Metropole Ruhr, von Verbänden wie Emschergenossenschaft und Lippeverband, der regionalen Wirtschaft und bürgerschaftlichem Engagement gemeinsam mit dem Land NRW.

In Deutschland findet die IGA in der Regel alle zehn Jahre statt. 2017 wird die Internationale Gartenausstellung in Berlin eröffnet. Die nächste IGA wird 2027 in der Bundesrepublik stattfinden.