Spielzeit aktuell in der Metropole Ruhr

Die Theater der Metropole Ruhr bieten gleich zu Beginn des neuen Jahres ein abwechslungsreiches Programm. Hier an dieser Stelle eine kleine Auswahl:

Träum weiter (Seit 24.2.18) Foto: Diana Küster

"Melancholia" in Bochum

Am Schauspielhaus Bochum wird Johanna Wehner Theater-Uraufführung von „Melancholia nach dem Film von Lars von Trier in Szene setzen. Melancholia ist der Name des todbringenden Planeten in Lars von Triers Film und zugleich seit der Antike ein Begriff, der Menschen beschreibt, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen. In der Antike war die Zuschreibung eng mit dem Genie-Begriff verknüpft, im Mittelalter wurde er defizitär gelesen, als krankhaftes Ungleichgewicht der Körpersäfte, und heutzutage sprechen wir von Depression Ab 24. März 2018
Schauspielhaus Bochum

Das siebte Kreuz. Foto: Ant Palmer

"Das siebte Kreuz" in Oberhausen

Anfang Oktober 1937, montags gegen sechs Uhr früh, gelang der Strafkolonne die Flucht aus dem Lager. Ein verzweifelter Versuch, dem sicheren Tod zu entrinnen. Füllgrabe hatte sich auf den ersten Wachposten geworfen, Wallau und Heisler stürzten sich auf den zweiten. Aber kaum waren die sieben im dicken Nebel untergetaucht, heulten die Sirenen auf. Nach dem Roman von Anna Seghers. Regie: Lars-Ole Walburg.  Ab 9. März 2018.
Theater Oberhausen

Foto: S. Englert

"Helden" in Mülheim an der Ruhr

„Helden“ führt die Antiken-Trilogie fort, die subbotnik im Herbst 2016 mit „Götter. Wie die Welt entstand“ begonnen hat. Die Geschichte von Jason, dem verlorenen Königssohn, der seinen Thron in Besitz nehmen will, aber zuvor eine übermenschliche Aufgabe zu lösen hat, erzählt vom Erwachsenwerden. Die Beziehung der Heroen zu ihren menschlichen und göttlichen Väter- und Mütterfiguren, das Meistern von Hindernissen, die Auseinandersetzung mit Konflikten und der Verlust der Ideale bilden den Kern dieser Bühnenerzählung. Vokal- und Instrumentalkompositionen, Erzählung und Live-Performance verbindet das Theaterkollektiv subbotnik zu einer eigenen Bühnensprache. Ab 20. März 2018
Theater an der Ruhr

Foto: Schlosstheater Moers

"Der Ring" in Moers

Das Schlosstheater Moers nimmt die historische Herausforderung an und stellt sich der Nibelungensaga in der Grafenstadt: Der Moerser Ring, der sich an Richard Wagners Libretti und Friedrich Hebbels Nibelungenadaptionen orientiert, lässt Götter, Zwerge, Riesen, Bauunternehmer und Menschen im Kampf um das Rheingold antreten. Regie: Ulrich Greb.  Ab 23. Februar 2018
Schlosstheater Moers

Fahrenheit 451. Foto: Birgit Hupfeld (seit Dezember 2017)

"Die Schöpfung" in Dortmund

Die Regisseurin Claudia Bauer nimmt Joseph Haydns Oratorium "Die Schöpfung" als Folie für Gegenwart und Zukunft. Sie schafft einen philosophischen und bildgewaltigen Abend, der Potentiale und Gefahren einer digitalen Schöpfung beleuchtet. Am 7. April kommt das Stück auf die Bühne des Dortmunder Schauspielhauses.
www.theaterdo.de

Die Bühnenlandschaft
zählt über 120 Theater

Aalto und Grillo in Essen, Theater an der Ruhr in Mülheim oder Bochumer Schauspielhaus – die Bewohner der Metropole haben in aller Regel ein Theater "um die Ecke".

RuhrBühnen vernetzen die Theaterlandschaft in der Metropole Ruhr

Das Theaternetzwerk RuhrBühnen hat sich 2015 in der Metropole Ruhr konstituiert. Ziel ist es, die künstlerische Vielfalt zu stärken, die Besonderheiten der Theaterlandschaft in der Region bekannt zu machen und größere Strahlkraft zu entwickeln.
Theaternetzwerk

"Der Fall der Götter" in Essen

Luchino Visconti zeigt in seinem Film „Die Verdammten“ aus dem Jahr 1969 in opulenten Bildern den Verfall einer deutschen Industriellenfamilie zu Zeiten des Nationalsozialismus. Pate für die von Essenbecks und ihr gleichnamiges Stahlwerk stand die Essener Krupp-Dynastie, deren Wirken bis heute prägend für das Ruhrgebiet ist. Der Aufstieg des Familienunternehmens ist ein schillerndes Exempel wirkungsvoller Unternehmensstrategie; nicht minder schillernd waren die einzelnen Familienmitglieder der Krupps. Verrat und Gewalt, Eifersucht und Mord sind die Ingredienzen dieses Meisterwerkes, das eine scharfe Analyse dekadenten Großbürgertums leistet und gleichzeitig „großes Kino“ ist – auch auf der Bühne. Regie: Jan Neumann.  Ab 21. April 2018
Schauspiel Essen