Museum der Deutschen Binnenschifffahrt

Rüschenbadehauben und Badebekleidung mit langem Bein dürften einst die Szenerie bestimmt haben, heute zieht ein holländischer Frachtensegler die Blicke auf sich. In der Anfang des letzten Jahrhunderts für die Werksangehörigen des Duisburger Hüttenwerks "Phoenix" erbauten Badeanstalt befindet sich das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt. 

Frachtensegler wie die Tjalk "Goede Verwachting" waren früher auf dem Rhein typisch. Foto: RTG/Schumacher
Bild: Der Frachtensegler Tjalk "Goede Verwachting".

Die Geschichte der Binnenschifffahrt in der Badeanstalt

Es gibt wohl kaum einen besseren Platz, um die Binnenschifffahrt zu würdigen: Am Ufer des Rheins, im größten Binnenhafen Europas. Bereits in den 1920er Jahren gab es erste Anläufe mit einer Ausstellung im Duisburger Stadtteil Ruhrort, die Bestände wuchsen, wurden dann im Krieg fast völlig zerstört. Erst mit dem Erwerb des Radschleppdampfers "Oscar Huber" wurden die Weichen neu gestellt, die schließlich 1998 zur Eröffnung des Binnenschifffahrtsmuseums in der ehemaligen Ruhrorter Badeanstalt führten. In der früheren Männerschwimmhalle des eindrucksvollen Jugendstilbaus steht der Frachtensegler, in der Frauenschwimmhalle ist ein Schiffsbauplatz zu sehen, und eine Ausstellung zeigt den Alltag der Schiffer und ihrer Familien. 

Von der Badeanstalt zum Museumsschiff

Ein kurzer Weg führt vom Museum über die Hafen-Brücke und entlang der Ruhrorter Promenade zu den Museumsschiffen "Oscar Huber" und "Minden". Museumsschiff "Oscar Huber" wurde 1922 gebaut. Bis in die 60er Jahre zog das Boot antriebslose Kähne mit ihren Frachten, dann hatten Schubboote mit Dieselmotoren die Schleppdampfer abgelöst. Die "Oscar Huber" entging als einziger Radschleppdampfer auf dem Rhein der Verschrottung. Direkt an der "Oscar Huber" liegt der Eimerkettendampfbagger "Minden" - eigentlich gar kein Schiff, denn er hat keine eigene Antriebsmaschine und wurde über größere Strecken geschleppt. Am Einsatzort bewegte er sich mit Winden an ausgelegten Ketten hin und her. Er gilt daher als schwimmendes Gerät.

Nach oben

Lage in der Metropole Ruhr

SEHENSWERTES IN DUISBURG
... mehr

Weitere Informationen

Die Route Industriekultur ist ein Rundkurs durch die Metropole Ruhr und führt zu den Zeugen der industriegeschichtlichen Vergangenheit der Region. Träger der Route ist der Regionalverband Ruhr. ...mehr

Öffnungszeiten

Mu­se­um:
Di. - So.
10.00 Uhr - 17.00 Uhr

Kontakt & Infos

Museum der Deutschen Binnenschifffahrt
Apostelstraße 84
47119 Duisburg
Telefon: +49 (0) 203 / 80889-40
Telefax: +49 (0) 203 / 80889-22