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RVR und NRW-Umweltministerium geben umgebaute HOAG-Trasse frei / Radler und Wanderer folgen zwischen Duisburg und Oberhausen den Spuren der alten Werksbahn

Mittwoch, 09. Mai 2007

Duisburg/Oberhausen. „Freie Fahrt“ für Radler und Wanderer heißt es ab sofort auf der umgebauten Bahntrasse der ehemaligen Hüttenwerke Oberhausen Aktien Gesellschaft (HOAG). Der zwölf Kilometer lange Abschnitt verläuft von Duisburg-Walsum über Oberhausen-Sterkrade und findet Anschluss an den Grünen Pfad in Oberhausen-Buschhausen. Auf der alten Trasse wurden insgesamt 16 Brücken und Tunnel saniert. Zu den ersten Radlern auf der HOAG-Trasse gehörten heute (10. Mai) NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg, der Direktor des Regionalverbandes Ruhr (RVR) Heinz-Dieter Klink sowie Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland und Peter Klunk, Planungsdezernent der Stadt Oberhausen, sowie RVR-Bereichsleiter Umwelt Ulrich Carow.

„Die umgebaute Zechenbahntrasse ist ein wichtiger Baustein, um ein zusammenhängendes Radwegenetz im Grünzug A des Emscher Park Radweges zu knüpfen“, sagte RVR-Direktor Klink bei der Eröffnung. Klink kündigte zudem an, dass die noch fehlende Verbindung über das ehemalige Zechengelände Sterkrade im Laufe dieses Sommers geschlossen wird. „Die Genehmigung des Grundstückseigentümers, diese Lücke zu schließen, liegt dem RVR vor.“

Der Radwanderweg verläuft überwiegend kreuzungsfrei auf dem Schotterbett der alten Bahntrasse von Oberhausen-Sterkrade nach Duisburg-Walsum mit Anschluss an die Rheinfähre nach Orsoy. Der Weg ist 3,50 Meter breit und mit einer wassergebundenen Decke versehen. Mehr als zehn Auf- und Abgänge stellen die Anbindung an das städtische und überregionale Straßennetz sicher. Typisches Symbol der neuen HOAG-Trasse sind die 1,50 Meter großen Spielfiguren aus Beton an markanten Brücken und Tunneln. Auf freier Strecke begleitet eine alleenartige Bepflanzung die Radler und Wanderer.

 

Zusätzliche Akzente haben Schülerinnen und Schüler entlang der Strecke gesetzt. So haben Oberhausener und Duisburger Schülerinnen und Schüler die kahlen Widerlager der Brücken mit heimatlichen Motiven verziert. Eine weitere Besonderheit ist der städtische Spielplatz in Walsum am Lindemanshof. Dort geht es dank einer 22 Meter langen Riesenrutsche in „einem Rutsch“ vom Radweg zu Schaukel und Sandkasten. An anderen Stellen sind die historischen Schienen noch sichtbar. 13 neue Rastplätze laden zum Verweilen und Erholen ein.

Der RVR hatte Ende 2001 die alte, 1995 stillgelegte Bahntrasse der Oberhausener Hüttenwerke, später ThyssenKrupp, erworben und 2002 Stück für Stück mit dem Umbau begonnen. Das Land NRW und die Bezirksregierung Münster haben das 7-Millionen-Projekt im Rahmen des Ökologieprogramms Emscher-Lippe (ÖPEL) mit 90 Prozent gefördert. Weitere zehn Prozent waren Eigenmittel des RVR.

Radfahren in der Metropole Ruhr

Der RVR pflegt, unterhält und baut den Emscher Park Radweg weiter aus. Er ist das Herzstück des Wegesystems im Emscher Landschaftspark. Mit insgesamt 230 Kilometern Radwanderstrecke verbindet er von Duisburg bis Hamm die Regionalen Grünzüge und erschließt den Emscher Landschaftspark mit seinen industriekulturellen Ankerpunkten und grünen Freiflächen. Viele Kilometer des Emscher Park Radweges befinden sich auf stillgelegten Bahntrassen. Zusammen mit dem Rundkurs Ruhrgebiet bildet der Emscher Park Radweg das Radtouristische Netz. Dieses weit verzweigte, mehr als 700 Kilometer lange Wegenetz erschließt die wichtigsten industriekulturellen Standorte der Metropole Ruhr. Im Jahr 2006 ist diese „Route der Industriekultur per Rad“ zur Radroute des Jahres gewählt worden.

 

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