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Wasser – Werke, Türme und Turbinen: RVR präsentiert neue Themenroute im Internetauftritt der Route der Industriekultur

Montag, 11. Januar 2016

Metropole Ruhr. Mit „Wasser – Werke, Türme und Turbinen“ veröffentlicht der Regionalverband Ruhr (RVR) eine neue Themenroute im Internetauftritt der Route Industriekultur. Der Schwerpunkt liegt beim „Wasser“ und spiegelt die Geschichte und Bedeutung der Wasserwirtschaft der Metropole Ruhr wider. Unter dem Link www.route-industriekultur.de/themenrouten/28-wasser sind ab sofort 92 bekannte und weniger bekannte Orte in Text und Bild dargestellt sowie mit weiteren Informationen wie Adresse, Internetseite und Öffnungszeiten versehen. Prägnante Bauwerke stehen unter anderem im Westpark in Bochum und im BernePark in Bottrop. Landmarken sind auch der Wasserturm „Lanstroper Ei“ in Dortmund und das Pumpwerk Alte Emscher in Duisburg.

Die neue Themenroute zeigt insbesondere die zentrale Bedeutung der Wasserver-und-entsorgung während der industriellen Entwicklung im 19. Jahrhundert auf. Arbeiter und ihre Familien, Zechen und Eisenhütten, die vielen Gewerbebetriebe – alle waren sie auf Wasser in ausreichender Menge und Qualität angewiesen. Spätestens zum Ende des 19. Jahrhunderts waren der Ruhr- und insbesondere der Emscherraum wasserwirtschaftliches Notstandsgebiet.

Die Themenroute „Wasser – Werke, Türme und Turbinen“ führt nun zu Bauten und Anlagen, die im Gebiet von Emscher, Ruhr, Lippe sowie am Rhein Zeugen dieser großtechnischen wasserwirtschaftlichen Lösungen der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts sind. Sie stellt große Pumpwerke zur Entwässerung der Bergsenkungsgebiete im Emscherraum vor, verzeichnet Kläranlagen sowie Wasserkraftwerke, thematisiert den Umbau des Emschersystems und bietet einen Überblick über historische Freizeit- und Erholungseinrichtungen am und im Wasser.

Die geschichtlichen Hintergründe für das Projekt fassten Michael Clarke und Stefan Nies zusammen. Sie gelten als ausgewiesene Kenner der Geschichte im Ruhrgebiet: Michael Clarke ist Historiker und Publizist, freier wissenschaftlicher Mitarbeiter beim RVR und am Ruhr Museum in Essen tätig. Bekannt ist er zudem als Gästeführer an verschiedenen Standorten der "Route der Industriekultur im Ruhrgebiet".

Die Schwerpunkte des Historiker Stefan Nies sind die Industrie- und Umweltgeschichte sowie die Geschichte des Ruhrgebiets. Mit seinem Büro für Geschichte in Dortmund (www.stefan-nies.de) ist er tätig als Kurator, Autor und Projektmanager für Museen, Denkmalpflege, Stiftungen und Verbände. Er ist Vorstandsmitglied im Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. und im Bundesverband freiberuflicher Kulturwissenschaftler e.V.

Die  Route der Industriekultur erschließt auf einem 400 Kilometer langen Straßenrundkurs das industriekulturelle Erbe des Ruhrgebiets. Zum Kernnetz der ausgeschilderten Straßenroute zählen 25 Ankerpunkte sowie 16 Panoramen der Industrielandschaft und die 13 schönsten Siedlungen verschiedener Epochen in der Metropole Ruhr.

Die ganze Route im Netz: www.route-industriekultur.de

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