Aktuelles aus dem Regionalverband Ruhr

Montag, 19. November 2018

RVR-Analyse zeigt Stärken und Schwächen der Mobilitätsstruktur in der Metropole Ruhr auf

Foto: Ziese

Die europäischen Metropolen wie Paris, Brüssel oder Barcelona sind von Essen aus leichter zu erreichen als Dinslaken-Lohberg im Kreis Wesel. Die Metropole Ruhr verfügt über umsteigefreie Luft- und Schienenverbindungen zu zahlreichen nationalen und internationalen Städten und Regionen. Innerhalb des Ruhrgebiets hingegen muss man mehrfach Verkehrsmittel wechseln oder große Umwege in Kauf nehmen, um Ziele außerhalb der großen Kernstädte angemessen zu erreichen.

Die Gründe dafür zeigt die Stärken- und Schwächenanalyse, die der Regionalverband Ruhr (RVR) heute (19. November) vorgestellt hat. Auf dieser Faktenbasis wird ein Regionales Mobilitätsentwicklungskonzept erarbeitet. Mit zukunftsfähigen Handlungsansätzen und konkreten Pilotprojekten soll die Verkehrsstruktur im Ruhrgebiet verbessert werden. Das Konzept erstellt ein Gutachterkonsortium aus Deutschland und den Niederlanden. Dazu RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel: "Die Metropole Ruhr braucht ein leistungsfähiges Verkehrssystem für mehr Mobilität und gleichzeitig weniger Umweltbelastung. Fahrverbote auf zentralen Verkehrsadern sind jedoch nicht das geeignete Mittel. Die Menschen im Ruhrgebiet müssen ohne hohe Reisezeiten zur Arbeit, Schule oder Universität kommen. Kilometerlange Staus oder überfüllte Züge können nur durch Ausbau und bessere Verknüpfung sämtlicher Verkehrsträger verringert bzw. vermieden werden. Das stärkt auch unmittelbar den Wirtschaftsstandort Ruhrgebiet. "In nationale und internationale Verkehrsnetze ist die Region gut eingebunden.

Anders innerhalb des Ruhrgebiets: Dem guten fahrplanmäßigen Angebot bei West-Ost-Verbindungen im Kern der Metropole durch das RE/RB/S-Bahn-System stehen deutlich schlechtere Nord-Süd-Verbindungen, fehlende Anbindungen im Schienen-Personen-Nahverkehr oder große Entfernungen zu Haltepunkten gegenüber. Gerade in weniger dicht besiedelten Städten lassen sich wichtige Einrichtungen wie Universitäten, Schulen oder Krankenhäuser schlechter mit dem Öffentlichen Nahverkehr und mit dem Rad kaum erreichen. Die Analyse macht deutlich, dass die Verknüpfung der Verkehrsmittel untereinander verbessert werden muss.58 Prozent aller Wege werden im Ruhrgebiet mit dem PKW zurückgelegt. Der Öffentliche Personennahverkehr mit Bussen und Bahnen hat einen Anteil von 10 Prozent, das Fahrrad 9 Prozent und zu Fuß 23 Prozent am Verkehrsaufkommen. Das sind die regionalen Ergebnisse einer bundesweiten Studie "Mobilität in Deutschland“ (MiD), die im September dieses Jahres veröffentlicht wurden.

Die ausführliche Presseinformation sowie die Studie zum Download finden Sie unter www.presse.rvr.ruhr

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