RVR entwickelt Bedarfsplan für Radmobilität in der Metropole Ruhr

Der Regionalverband Ruhr (RVR) entwickelt zurzeit ein Konzept für den künftigen Radverkehr in der Metropole Ruhr. Ziel ist es, das bestehende, freizeitorientierte Regionale Radwegenetz fit für die Mobilität im Alltag zu machen. Dabei werden auch die künftigen Freizeit- und radtouristischen Bedarfe berücksichtigt.

Karte zum Entwurf des Regionalverbandes Ruhr (RVR) für das regionale Radwegenetz für die Metropole Ruhr
Karte zum Entwurf des Regionalverbandes Ruhr (RVR) für das regionales Radwegenetz für die Metropole Ruhr

Dreistufiger Aufbau

Das künftige Netzkonzept mit rund 1.800 Kilometern ist dreistufig aufgebaut:

-Radschnellverbindungen: rund 335 Kilometer,

-Radhauptverbindungen: rund 690 Kilometer und

-Radverbindungen: rund 775 Kilometer.

Die Wege unterscheiden sich hauptsächlich durch Breite und separaten Gehweg, der bei Radschnellwegen Grundvoraussetzung ist.

Entwurf des Regionalverbandes Ruhr (RVR) für das regionale Radwegenetz der Metropole Ruhr

Lebensqualität und Luftreinhaltung

Der Radverkehr übernimmt wichtige Funktionen im Rahmen klimafreundlicher, stadtverträglicher, leiser, kostengünstiger und gesunder Mobilität: Investitionen in den Radverkehr sind gleichzeitig Investitionen in mehr Lebensqualität und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Luftreinhaltung.

Die Weiterentwicklung der Radverkehr-Infrastruktur schafft adäquate, sichere Mobilitätsangebote für Bewohnerinnen und Bewohner auf ihren täglichen Wegen, hilft, Verkehrsbelastungen zu mindern und Staus zu reduzieren. Auch im Wirtschaftsverkehr wird die Auslieferung von Waren per Lastenrad eine zunehmend größere Rolle einnehmen.

Das neu geplante Regionale Radwegenetz soll die Basis bilden, um das Fahrrad zu einem vollwertigen Verkehrsträger in der Metropole Ruhr zu entwickeln.

Seit Ende 2016 sind sowohl die Kommunen und Kreise der Metropole Ruhr als auch die Emschergenossenschaft / Lippeverband, die Verkehrs- und Wirtschaftsverbände sowie die beiden RVR-Tochtergesellschaften, die RuhrTourismus GmbH (RTG) und die Business Metropole Ruhr GmbH (BMR) in den fachlichen Erarbeitungsprozess eingebunden.

Kontakt & Infos

Regionalverband Ruhr
Referatsleiterin
Regionalentwicklung
Maria T. Wagener
Kronprinzenstraße
45128 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-6361
Leiter Team Mobilität
Thomas Pott
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-653

Zeitplan

Die Konzeption Regionales Radwegenetz wurde am 28. Februar 2018 im RVR-Planungsausschuss vorgestellt und entsprechend Beschluss der Verbandsversammlung des RVR im Mai bzw. Juni den Kommunen und Kreisen zur sechsmonatigen politischen Befassung übergeben. Der RVR wird die Beschlüsse auswerten und in einer Synopse dem begleitenden Facharbeitskreis vorstellen.

Voraussichtlich Mitte 2019 wird die RVR-Verbandsversammlung über die Netzplanung entscheiden.