Projekt Interkultur Ruhr

Der Regionalverband Ruhr (RVR) und das NRW-Kulturministerium fördern Projekte, die den interkulturellen Dialog im Ruhrgebiet ermöglichen und unterstützen. Damit wird ein erfolgreiches, kulturelles "Start up" fortgeführt: 2016 wurde Interkultur Ruhr ins Leben gerufen, um gleichermaßen als Werkstatt und als Bühne neue Strategien für kulturelle Vielfalt in der Region zu entwickeln und zu fördern.

Ausführlich informiert eine eigene Internetseite über Interkultur Ruhr:
www.interkultur.ruhr

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Das Team Interkultur Ruhr
Foto: Sabitha Saul
Team Interkultur

Kulturelle Netzwerker für die Region

Eine "Metropole der Vielfalt" gemeinsam stärken, dafür steht Interkultur Ruhr. Das Ziel: Im Grenzbereich von Kunst und sozialer Praxis das Zusammenspiel von Migration und Gesellschaft erforschen, Stimmen und Meinungen sammeln, interkulturelle Themen diskutieren und neue Perspektiven entwickeln - nicht zuletzt steht die Bildung von Netzwerken auf der Agenda.

Neben zahlreichen Veranstaltungen steht 2018 ein spannendes Projekt im Fokus: Der Schmelztiegel Ruhrgebiet im filmischen Rückblick!

Das blaue Büdchen in Duisburg war schon 2016 Kultur-Bude. Foto: RVR/Lamozik
Blaue Bude DU

Familienfilme erzählen Ruhrgebiet

Interkultur Ruhr hat Alltagsgeschichten gesammelt: In Form von Schmalspurfilmen der 1950er bis 1980er Jahre konnten sie zum Thema "Leben und Ankommen im Ruhrgebiet" eingereicht werden. Filme aus der Kindheit, von Eltern oder Großeltern: Die ganze spannende Lebensvielfalt, gebannt auf Zelluloid. Der Handlungsbogen reicht dabei von Heimat und Heimweh, alten Freunden und neuen Nachbarn, Wohnen und Straße, Familienfeiern und Nachbarschaftsfesten, Fußball und Kirmes, Arbeit und Schrebergarten. 

Große Resonanz bis zum Abgabeschluss: Über 600 Filme wurden eingereicht. Sie werden aktuell digitalisiert und eine Auswahl wird am "Tag der Trinkhallen 2018" am 25. August in "Filmbuden" gezeigt. Und: Jeder Einsender erhält eine digitale Kopie seines Films.

Das Filmmaterial wird zukünftig Teil der Mediathek Ruhr auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein.

Weitere Infos unter www.interkultur.ruhr/familienfilm

Im Oktober wurde das Dortmunder Projekt "Afro-Tech and the Future of Re-Invention" mit einer Ausstellung sowie Konferenz und Projektwoche im U eröffnet. "Afro-Tech" interessierte sich für Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturproduzenten in verschiedenen afrikanischen Regionen, die Technologien nach anderen – nicht westlichen – Standards entwickeln und anwenden.

Zur Eröffnung der umfassenden Medienkunstausstellung Afro-Tech kamen ins Dortmunder U - Zentrum für Kunst und Kreativität viele internationale, regionale und lokale Beteiligte. Afro-Tech beschäftigte sich in einer internationalen Gruppenausstellung und Festivalwoche mit spekulativen Zukunftsvorstellungen und aktuellen Entwicklungen im Bereich digitaler Technologien. Im Zentrum stand die Auseinandersetzung mit Science-Fiction-Erzählungen und Vorstellungen von Technologie, die nach eigenen Regeln funktionieren und nicht den dominierenden Erzählungen des Westens folgen. Gezeigt wurden Arbeiten aus Medienkunst, bildender Kunst, Film und Fotografie sowie Beiträge aus der Popkultur und Anwendungen aus der digitalen Kultur.
Das Projekt basierte auf einer besonderen Kooperation verschiedener Partner aus dem künstlerischen, kulturellen und soziokulturellen Bereich und stellte künstlerische Positionen und Projekte aus dem Bereich der digitalen Kultur vor, die noch nie in NRW gezeigt worden sind.

Fachlich begleitet wird das Projekt von einem Fachbeirat. Dieser besteht aus zehn Persönlichkeiten des kulturellen und wissenschaftlichen Lebens, die sich durch ihr Engagement im interkulturellen Dialog auszeichnen und unterschiedliche kulturelle Sparten und Herkünfte repräsentieren.

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Kontakt & Infos

Regionalverband Ruhr
Referat Kultur & Sport
Leiter Jürgen Fischer
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-348
Telefax: +49 (0) 201 / 2069-500
Projektkoordination
Jola Kozok
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-358
Telefax: +49 (0) 201 / 2069-500
Administration
Birgit Berndt
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-318
Telefax: +49 (0) 201 / 2069-500

Metropole der Vielfalt gemeinsam ausbauen

Die gemeinsame Initiative von Regionalverband Ruhr (RVR) und NRW-Kulturministerium hat das Ziel, das Selbstverständnis der Region als "Metropole der Vielfalt" nachhaltig zu stärken und die Akteure vor Ort zu gemeinsamen Projekten einzuladen. Mit zweijährigen Programmzyklen soll ein regionaler Rahmen für die künstlerisch-kulturelle Auseinandersetzung mit der neuen urbanen Diversität in den Städten des Ruhrgebiets geschaffen werden.

Der HMKV (Hartware MedienKunstVerein)

Seit 2010 zeigt der HMKV auf der Ebene 3 des Dortmunder U zeitgenössische Medienkunstausstellungen.
Medienkunst ist hier Oberbegriff für ein breites Spektrum künstlerischer Formen: Film, Hörspiel, Fotografie, Softwarekunst, Installation, Performance. Der HMKV versteht sich selbst als Plattform für die Produktion, Präsentation und Vermittlung von zeitgenössischer beziehungsweise experimenteller (Medien-)Kunst und wird regelmäßig mit Auszeichnungen für hervorragende Projekte bedacht. Künstlerische Leiterin des HMKV ist seit inzwischen fast 13 Jahren Dr. Inke Arns.

Das Büro medienwerk.nrw

Der HMKV hat in Zusammenarbeit mit PACT Zollverein, der Kunsthochschule für Medien Köln und dem damaligen Kultusministerium NRW Ende der 1990er Jahre neben seiner Ausstellungstätigkeiten auch ein informelles Medienkunstnetzwerk in NRW initiiert. Seit 2013 ist das daraus hervorgegangene Büro medienwerk.nrw dank großzügiger Unterstützung des Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW (MKW) in Trägerschaft des HMKV und unter Leitung von Herrn Saavedra-Lara. Ziel des medienwerk.nrw ist die Förderung der Medienkunst in NRW und des Austauschs zwischen KünstlerInnen und Institutionen.