Projekt Interkultur Ruhr

Der Regionalverband Ruhr (RVR) und das NRW-Kulturministerium möchten Projekte sichtbar machen, die den interkulturellen Dialog im Ruhrgebiet ermöglichen und unterstützen. 2016 wurde Interkultur Ruhr ins Leben gerufen, um gleichermaßen als Werkstatt und als Bühne neue Strategien für kulturelle Vielfalt in der Region zu entwickeln und zu fördern.

Das Team Interkultur Ruhr
Foto: Sabitha Saul
Team Interkultur

Kulturelle Netzwerker für die Region

Eine "Metropole der Vielfalt" gemeinsam stärken, dafür steht Interkultur Ruhr. Das Ziel: Im Grenzbereich von Kunst und sozialer Praxis das Zusammenspiel von Migration und Gesellschaft erforschen, Stimmen und Meinungen sammeln, interkulturelle Themen diskutieren und neue Perspektiven entwickeln.

Interkultur Ruhr arbeitet und forscht als mobile Organisation – zusammen mit Akteuren aus verschiedenen Bereichen, von MigrantInnen-Selbstorganisationen und freien Initiativen über Kulturinstitutionen bis hin zu VertreterInnen der Kommunalpolitik. Der Fonds Interkultur Ruhr fördert Projekte mit einem Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit mit Geflüchteten. Das Netzwerk Interkultur Ruhr dient dem Austausch zwischen interkulturellen Initiativen und Organisationen im Ruhrgebiet. Daneben werden künstlerische Projekte in verschiedenen Städten der Region realisiert.

Ausführlich informiert eine eigene Internetseite über Interkultur Ruhr:
www.interkultur.ruhr
Kontakt zum kuratorischen Team
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Fassade, Modellbau. Foto: Wachter & Jud
Kunstprojekt Fassade 2018

Wachter & Jud: Fassade

"Fassade. Von Repressionen und Repräsentationen im Stadtraum" ist ein Projekt von Christoph Wachter & Mathias Jud in Kooperation mit Interkultur Ruhr und der Stadt Dortmund. Die beiden Künstler
realisieren seit 2000 gemeinsam Projekte, bei denen die eigene Betrachtungsweise und Befangenheit in machtpolitisch geprägten Zusammenhängen im Vordergrund steht. Seit 2011 dient das Projekt "Hotel Gelem" zusammen mit Roma-Communities in ganz Europa als Plattform, um Stigmatisierung und Sprachlosigkeit sichtbar zu machen.
2016 haben Wachter & Jud eine Recherche in Rumänien unternommen und spezifische
Architekturformen der Roma untersucht. In der Dortmunder Nordstadt arbeiten sie 2018 auf Einladung von Interkultur Ruhr zusammen mit Roma-Familien am Nordmarkt an Modellen zur Gestaltung eines Hauses vor Ort, die im Rahmen des Roma-Kulturfestivals Djelem Djelem präsentiert werden.
Die Ausstellungseröffnung findet am 21. September um 18.30 Uhr statt (Mallinckrodtstraße 57, 44147 Dortmund). Weitere Öffnungszeiten bzw. Ausstellung plus Offener Workshop: am 22. und 23. September, jeweils von 14 bis 18 Uhr.

Fachlich begleitet wird das Projekt von einem Fachbeirat. Dieser besteht aus zehn Persönlichkeiten des kulturellen und wissenschaftlichen Lebens, die sich durch ihr Engagement im interkulturellen Dialog auszeichnen und unterschiedliche kulturelle Sparten und Herkünfte repräsentieren.

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Kontakt & Infos

Regionalverband Ruhr
Referat Kultur & Sport
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Projektkoordination
Jola Kozok
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-358
Telefax: +49 (0) 201 / 2069-500
Administration
Birgit Berndt
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-318
Telefax: +49 (0) 201 / 2069-500

Metropole der Vielfalt gemeinsam ausbauen

Die gemeinsame Initiative von Regionalverband Ruhr (RVR) und NRW-Kulturministerium hat das Ziel, das Selbstverständnis der Region als "Metropole der Vielfalt" nachhaltig zu stärken und die Akteure vor Ort zu gemeinsamen Projekten einzuladen. Mit dreijährigen Programmzyklen soll ein regionaler Rahmen für die künstlerisch-kulturelle Auseinandersetzung mit der neuen urbanen Diversität in den Städten des Ruhrgebiets geschaffen werden.

Tag der Trinkhallen 2018: Begeistertes Publikum an den Filmbuden

Rund 20.000 Menschen haben am vergangenen Samstag den Tag der Trinkhallen in der Metropole Ruhr gefeiert. Zu den absoluten Highlights im Programm zählten die Filme zum Thema "Leben und Ankommen im Ruhrgebiet". Viele ließen die Erinnerungen an die eigene Jugend, Kindheit und Schulzeit wieder aufleben.

Neben den 50 von der RTG mit einem Programm ausgestatteten Buden nahmen knapp 150 weitere Trinkhallen mit einem eigenen Beitrag teil. Rund 250 Künstler aus den fünf Programmsparten Musik, Kleinkunst, Fußball, Filmbude und gemischte Tüte sorgten von 15 bis 22 Uhr für ein vielfältiges Programm, das sich über das gesamte Ruhrgebiet verteilte.
Gefördert wurde der Tag der Trinkhallen durch den Regionalverband Ruhr (RVR) und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Infos: www.tagdertrinkhallen.ruhr

Interkultur Ruhr lässt Pizza Pangaea backen

Pangaea Ultima wird der zukünftige Superkontinent genannt, der nach Schätzungen der Forscher in rund 250 Millionen Jahren entsteht. Auf Einladung des RVR-Projekts Interkultur Ruhr backen jetzt fünf Pizzerien in der Metropole Ruhr ihre Zukunftsvision von Pangaea.
In Dortmund, Bochum, Hattingen, Essen und Duisburg kann man derzeit die Pizza des neuen Kontinents probieren. Jede der Gaststätten hat sich dazu ein eigenes Rezept ausgedacht. Ausgeliefert wird Pizza Pangaea in einem eigens dafür entworfenen Karton. Die Aktion will Denkanstöße im Alltag geben: Wie würden wir zusammenleben, wenn die Kontinente schon morgen eins würde? Wird diese Welt noch Grenzen haben? Und ist das Ruhrgebiet nicht bereits heute eine Pangaea?
Infos: Pizza Pangaea