Regionalplan Ruhr für die Metropole Ruhr

Am 21. Oktober 2009 wurde dem Regionalverband Ruhr (RVR) per Gesetz die Regionalplanung übertragen. Träger der Regionalplanung ist die Verbandsversammlung. Die Geschäftsführerin bzw. der Geschäftsführer des RVR ist Regionalplanungsbehörde.

Der Regionalplan Ruhr löst die Regionalpläne der Bezirksregierungen in Arnsberg, Düsseldorf und Münster und den Regionalen Flächennutzungsplan (RFNP) der Planungsgemeinschaft Städteregion Ruhr ab. Der letzte gemeinsame Regionalplan für das Ruhrgebiet trat 1966 in Kraft.

Der RVR erarbeitet zurzeit als zuständige Planungsbehörde den Regionalplan Ruhr für die gesamte Metropole Ruhr. Am 14. November 2017 stellte der Verband den Bearbeitungsstand der Fachöffentlichkeit vor und schuf damit die Grundlage für die anstehenden politischen Beratungen in der RVR-Verbandsversammlung ab Frühjahr 2018.

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Stand: November 2017
Stand: November 2017

Für Kommunen und Fachbehörden verbindlich

Der Regionalplan Ruhr ist unter anderem die planerische Grundlage für die kommunalen Flächennutzungspläne. Er gibt die Entwicklungslinien für die kommenden 20 Jahre in den Themenfeldern Siedlungsentwicklung, Freiraumentwicklung, Kulturlandschaftsentwicklung, Klimaschutz- und Klimaanpassung, Verkehrs-sowie Ver- und Entsorgungsinfrastruktur für die gesamte Region vor.

Der Regionalplan legt unter anderem geeignete Bereiche fest, an denen die Kommunen neue Wohn- und Gewerbegebiete realisieren können. Zugleich sichert er wertvolle Bodenschätze für die Rohstoffversorgung, hält Korridore für Straßen oder Bahntrassen frei, trägt zur Erhaltung wertvoller Naturräume und Biotopvernetzungen sowie der Erholungsräume bei.

Beispiel Mobilität - so ensteht der Regionalplan Ruhr

Wie sich die beiden Planungsinstrumente ergänzen, lässt sich am Thema Mobilität verdeutlichen: Der Regionalplan stellt die Trassen der bestehenden und zukünftig geplanten Verkehrsinfrastruktur dar und sichert damit die Korridore vor konkurrierenden Nutzungen. Das Handlungsprogramm weist auf Planungen, Ideen und Projekte hin, die sich mit den drängenden Verkehrsfragen im Ruhrgebiet auseinandersetzen, wie beispielsweise das Regionale Mobilitätsentwicklungskonzept oder das Regionale Radwegenetz-Konzept.

Kontakt & Infos

Regionalverband Ruhr
Beigeordneter Planung
Martin Tönnes
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-213
Referatsleiter
Staatliche Regionalplanung
Michael Bongartz
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-563
Teamleiterin
Siedlungs- und Freiraumentwicklung
Ulrike Cramm
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-6352

Regionaler Diskurs für Transparenz und Kommunikation

Der Regionalplan Ruhr ist in einem intensiven Dialog mit den 53 Kommunen und vier Kreisen der Metropole Ruhr, den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern, der Landwirtschaftskammer sowie den regionalen und kommunalen Wirtschaftsförderungen entstanden. Mit diesem Regionalen Diskurs hat der RVR ein für ganz NRW beispielhaften Weg eingeschlagen.