Glossar: Arbeitsmarktstatistik

Datengrundlagen und Methodik zu Erwerbstätigen, Beschäftigten und Pendlern finden Sie

Das Durchschnittsnettoeinkommen in der Metropole Ruhr ist zwischen 2002 und 2017 um 20 Prozent gestiegen

Im Rahmen des Mikrozensus werden auch die monatlichen Nettoeinkommen der Erwerbstätigen erhoben. Danach liegt das Durchschnittseinkommen aller Erwerbstätigen im Jahr 2017 in der Metropole Ruhr bei 1.768 Euro netto im Monat. Das monatliche Durchschnittsnettoeinkommen in der Metropole Ruhr ist vom Jahr 2002 mit 1.477 Euro um 291 Euro auf 1.768 Euro im Jahr 2017 angestiegen. Das entspricht einer Steigerungsrate von rund 20 Prozent. Landesweit lag das monatliche Durchschnittsnettoeinkommen bei 1.811 Euro. Die Steigerungsrate beträgt hier ebenfalls knapp 20 Prozent.

Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen immer noch erheblich

Bearbeitung: Regionalstatistik Ruhr, Stand: Feb. 2019

Zwischen 2002 und 2017 stiegen die Nettoeinkommen der Frauen stärker an als die der Männer. Der Durchschnittsverdienst der Frauen hat sich gegenüber dem Jahr 2002 um 364 Euro erhöht, bei den Männern waren es 263 Euro. Trotz der höheren Einkommenszuwächse liegen die Nettomonatsverdienste der Frauen mit 1.426 Euro im Durchschnitt immer noch deutlich unter denen der männlichen Kollegen mit 2.058 Euro. Die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen reduzierten sich im Betrachtungszeitraum von 2002 bis 2017 von 733 auf 632 Euro.

Die meisten erwerbstätigen Einkommensbezieher (22,3 Prozent) verdienen zwischen 1.700 und 2.300 Euro netto im Monat. Bei den Männern fällt mehr als jeder Vierte  (26,0 Prozent) in diese Gehaltsklasse, bei den Frauen sind es 17,9 Prozent.

Mit einem monatlichen Nettoeinkommen von über 2.300 Euro zählen 600.000 bzw. 27 Prozent aller Erwerbstätigen in der Metropole Ruhr zu den höher verdienenden. Davon sind 76 Prozent Männer und entsprechend 24 Prozent Frauen. Dagegen zählen, mit einem Nettoeinkommen von unter 900 Euro rd. 434.000 bzw. 19,2 Prozent der Erwerbstätigen in der Metropolregion zu den Geringverdienern. Davon sind 70 Prozent Frauen und entsprechend 30 Prozent Männer.

Einkommensentwicklung zwischen 2002 und 2017

Die Zahl der Bezieher höherer Einkommen hat sich im Zeitraum von 2002 bis 2017 verdoppelt. Insgesamt stieg die Zahl der Erwerbstätigen, mit einem Einkommen von über 2.300 Euro von knapp 300.000 im Jahr 2002 auf 600.000 im Jahr 2017. Die Zahl der besser verdienenden Frauen hat sich in diesem Zeitraum sogar mehr als verdreifacht. Im Jahre 2002 verdienten rund 47.000 Frauen über 2.300 Euro, im Jahr 2017 waren es 143.000 Frauen. Die Zahl der Einkommensbezieher unter 900 Euro hat sich dagegen verringert. Im Jahr 2002 verdienten mit rd. 489.000 Erwerbstätige weniger als 900 Euro. Im Jahr 2017 sank die Zahl der unteren Einkommensbezieher um rund 54.000 (-11 Prozent) auf 435.000 Erwerbstätige.

Einkommensverteilung im Jahr 2017

Nach dem Mikrozensus stellt sich die Einkommensverteilung in der Metropole Ruhr im Jahre 2017 wie folgt dar: 19,3 Prozent der Einkommensbezieher verdienen weniger als 900 Euro, 31,9 Prozent verdienen zwischen 900 und 1.700 Euro, 22,3 Prozent verdienen zwischen 1.700 und 2.300 Euro und weitere 26,6 Prozent haben einen Monatsverdienst von über 2.300 Euro netto.

 

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