Klimamessstation in Xanten zeichnet Klimadaten auf

Seit dem 4. August 2017 betreiben die Stadtklimatologen des Regionalverbandes Ruhr (RVR) gemeinsam mit RVR Ruhr Grün auf dem Gelände des NaturForums Bislicher Insel eine Klimamessstation – die erste Klimastation im Raum Xanten.

Klimamessstation auf der Bislicher Insel in Xanten. Foto: RVR
Klimamessstation auf der Bislicher Insel in Xanten. Foto: RVR

Umweltbildungsangebot erweitern

Das Umweltbildungsangebot des NaturForums wird zukünftig durch Exkursionen und Weiterbildungsmaßnahmen zum Thema Klima und Klimawandel erweitert. Hierfür bieten die Daten der Messstation eine wichtige Grundlage. Die Klimastation besteht aus einem 6 Meter hohen Mast, an dem in verschiedenen Höhen Messgeräte angebracht sind. Diese messen im 10-Sekunden Takt die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, die Sonneneinstrahlung, den Luftdruck und den Wind. Zusätzlich wird auch der Niederschlag erfasst. Die Komplexität des weltweiten Klimas ist für die Schüler oftmals schwer zu begreifen. Im Rahmen der Umweltbildungsangebote des NaturForums Bislicher Insel sollen die Schüler lernen, dass Kleinklima vor Orts selber zu untersuchen und auszuwerten. Hierzu werden nicht nur die Daten der Klimamessstation ausgewertet, sondern die Schüler sollen selber mit Messgeräten in der Natur das Klima erforschen. Danach ist es wesentlich einfacher, die globale Klimaerwärmung zu verstehen. Ein "Klimatag" mit verschiedenen Aktionen und Exkursionen zum Thema fand in diesem Jahr erstmalig am 3. Juni im NaturForum Bislicher Insel statt.

Zum NaturForum Bislicher Insel

Die Daten werden gespeichert, monatlich ausgewertet und können hier jeweils aktuell heruntergeladen werden:

Auswertung Juli 2018
Auswertung August 2018
Auswertung September 2018
Auswertung Juli 2018
Auswertung August 2018
Auswertung September 2018

Stadtklima und Klimawandel beurteilen

Die Messdaten werden darüber hinaus für wissenschaftliche Untersuchungen des Regionalverbandes Ruhr benötigt. Da sich die Messstation in Freilandlage auf einer Wiesenfläche befindet, werden weitgehend von Bebauung unbeeinträchtigte Messdaten erhoben. Somit lassen sich mit Hilfe der aufgezeichneten Daten Vergleiche zum Innenstadtklima der Ruhrgebietsstädte ziehen und unterschiedliche Entwicklungstendenzen dokumentieren. Die Station dient darüber hinaus zur Beurteilung des Klimawandels und soll dauerhaft verlässliche Klimadaten liefern.

So können beispielsweise auch aktuelle Wetterereignisse wie das Sturmtief Friederike, das als schwerer Sturm mit Orkanböen am 18.01.2018 durch NRW zog, analysiert und ausgewertet werden. Die Messstation auf der Bislicher Insel hat während dieses Ereignisses Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 km/h während der Mittagsstunden erfasst.

Kontakt & Infos

Regionalverband Ruhr
Geoinformation und Raumbeobachtung
Teamleiterin Klimaschutz und Klimaanpassung
Astrid Snowdon-Mahnke
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-276
Telefax: +49 (0) 201 / 2069-369